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Cuil

Neue Suchmaschine protzt mit Rekord-Index

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von Thomas Cloer

Cuil durchsucht angeblich 120 Milliarden Web-Seiten

Patterson ist dagegen eher der Auffassung, andere Such-Start-ups seinen zumeist daran gescheitert, dass es ihnen nicht gelungen sei, mehr Seiten zu indexieren als der Platzhirsch Google. Cuil, das angibt, es könne die Inhalte von rund 120 Milliarden Web-Seiten durchsuchen (im Vergleich zu Googles geschätzten 40 Milliarden), will dieses Problem gelöst haben. Patterson zufolge ist Cuil in der Lage, Web-Seiten schneller und in besserer Qualität zu erfassen bei gleichzeitig weniger Index-Servern.

Cuil untersucht nicht nur die Popularität einer Web-Seite, sondern analysiert auch die Konzepte auf seiner Seite und deren Beziehungen zueinander. Es gruppiert anschließend ähnliche Resultate zu unterschiedlichen Menüs. Wer bei Cuil etwa nach "Bruce Springsteen" sucht, erhält im Ergebnis einen Bereich zum Künstler selbst und einen anderen zu Springsteen-Tickets.

Sucht man bei Google nach Springsteen, gibt es ähnliche Resultate (darunter die gleich Homepage und verschiedene Fan-Seiten), die aber als lange Liste von Links ausgegeben werden. Google verrät nicht genau, über wie viele Seiten hinweg es sucht. Eine Sprecherin des Konzerns ließ bezüglich Cuil nur verlauten, Google begrüße "Wettbewerb, der Innovation treibt und Nutzern mehr Wahlmöglichkeiten bietet".

Cuil will wie Google später auch Geld mit Werbung verdienen. Zum Start blendet es aber noch keinerlei Anzeigen ein. Patterson zufolge hat die Company auch nicht entschieden, ob sie die Werbung auf ihren Seiten selbst vermarkten oder dies einem Partner überlassen soll. Es existierten aber schon verschiedene Entwürfe, bei denen Besucher Werbung einklappen oder durchscrollen könnten, sagt die Cuil-Mitgründerin.

Cuil sammelt im Übrigen nach eigenen Angaben keinerlei persönliche Daten seiner Besucher und auch nicht deren individuelle Suchverläufe - erfasst werden nur die insgesamt gesuchten Begriffe. Die anderen großen Suchmaschinen hatten zuletzt durch die Bank die Zeiten verkürzt, die sie Daten zu individuellen Suchern speichern, und bemühen sich darüber hinaus um eine möglichst weitreichende Anonymisierung. Patterson zufolge kann Cuil auf personenbezogene Daten gänzlich verzichten, weil seine Algorithmen sich stärker auf die Inhalte einer Web-Seite konzentrieren als auf deren Popularität.


(2 Beiträge), 
Kommentieren
andreaspfaff
Ich hab mal nach einem Begriff aus der Sportwelt gesucht, der auch gleichzeitig URL der entsprechenden schweizerischen Webseite ist. Diese hat bei Google ein ranking von 5. Nada. Also melde ich die Url doch gleich an. Aber wo? Nada. Also such ich mal bei Cuil nach "register url" und ähnlichem. Nada. Das war&s dann auch schon. Wer sich weiter amüsieren will, sollte mal "wetter schweiz" oder "weather switzerland" eingeben, das wird dann richtig lustig.... weg damit! zum Beitrag

Sebastian Lange
Auch hier nochmal eine kleine Erweiterung zum Artikel. Nachdem Google vor kurzem erst neue Statistiken veröffentlicht hatte, kann hier von einer indexierten Zahl grösser als bei Google kaum die Rede sein. Die Ziele sind ehrgeizig gesetzt und ohne aggresive Mitgliederwerbung würden hier natürlich auch kaum Leute diese Suchmaschine benutzen. Jedoch sind die im Artikel angegebenen Beispiele eher Allerweltsbegriffe. Will ich etwas über Springsteen wissen, so kann ich auch über Wikipedia gehen und hier ausserdem noch wertvolle Information abgreifen. Was Cuil sicher hat sind allerwelts Begriffe. Eben Sachen die so im Web verbreitet sind, dass bei Google weit über 10 Mill. Treffer vorhanden sind. Hier ist die von Cuil engesetzte Filterung und unterteilte Darstellung sicher von Vorteil. Doch normalerweise suche ich nichts allerwelt betreffendes, nein ich suche etwas wo ich nicht weiss wo es ist. Sucht man zum Beispiel nicht so weltbekannte Firmennamen um deren Produkte zu bekommen, so ist man sehr schnell am Ende angekommen. Erstaunlich ist auch hierbei die Tatsache, dass bei einem Allerweltsbegriff eine Seite gefundne wird. Wird von der gleichen Seite nun ein spezielles Produkt (z.B. Lasershow -> LOBO ) genommen, so findet er überhaupt keine Ergebnisse mehr. Hier ist eindeutig noch Arbeit nötig. Zum Schluss kann man wohl sagen ein wirklicher Konkurrent ist Cuil bisher auf keinen Fall, aber mit weiterhin konstanter Arbeit und einem weniger aggresiven Filter ist Cuil in naher Zukunft sicher noch ein Blick wert. zum Beitrag


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