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Schlüsselthema Privatsphäre

Social Networking: Kein Ende des Booms in Sicht

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von pte pte
Neun Millionen Deutsche wurden inzwischen vom Social-Networking-Fieber erfasst.

Wie eine aktuelle Forsa-Erhebung im Auftrag des BITKOM zeigt, präsentieren sich mittlerweile zwölf Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren in Online-Communitys. Das entspricht einem Zuwachs von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Somit verfügt heute jeder sechste Internetnutzer über ein persönliches Profil in einem sozialen Netzwerk. Die Popularität der Online-Gemeinschaften übertrifft sogar jene von eigenen Homepages und Weblogs. "Gefragt sind Plattformen, die reale soziale Beziehungen im Netz abbilden, wie Job- oder Freundschaftsnetzwerke. Aber auch Communitys für einzelne Interessensgruppen wie Autofahrer, Hobbyfotografen und Heimwerker sind beliebt", erläutert Christian Spahr, Pressesprecher beim BITKOM, gegenüber pressetext.

Die Online-Kommunikation mit Gleichgesinnten in den diversen Netzwerken wird von vielen Menschen als Bereicherungen empfunden, so eine Schlussfolgerung des Branchenverbandes. Eine zentrale Rolle spielt - egal in welcher Online-Community - auf jeden Fall das Thema Datenschutz. Hohe Standards in diesem Bereich sind laut BITKOM zunehmend ein Qualitätskriterium für die Anbieter. Die Nutzer sind dazu angehalten, selbst über das für sie geeignete Maß an Privatsphäre zu entscheiden. Wichtig ist aber immer, sich der Öffentlichkeit eines sozialen Netzwerkes bewusst zu sein. Viele - vor allem junge - Nutzer gehen oft zu leichtfertig mit ihren Daten um.

"Die Betreiber unterliegen strengen Datenschutzbestimmungen und wissen, dass das Vertrauen der Nutzer die Basis für ihren geschäftlichen Erfolg ist", meint Spahr. In den meisten Netzwerken könnten die Mitglieder persönliche Einstellungen zur Privatsphäre definieren und den Datenschutz mitbestimmen. Das trage zur Zufriedenheit der Nutzer bei. Der Branchenverband rät dennoch, verantwortungsvoll mit Adressdaten umzugehen. In jedem Fall sollten die Datenschutzbestimmungen des Anbieters genau studiert werden.

Viele Netzwerke bestehen auf die Angabe des vollen Namens. Sinn ist offenbar, eine Vertrauensbasis unter den Nutzern zu schaffen, vor allem, wenn die Communitys darauf abzielen, reale soziale Beziehungen im Internet abzubilden. In Social Networks, die nicht eine solche Intention verfolgen, sei gegen den Einsatz von Pseudonymen aber auch nichts einzuwenden, meint BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. Generell komme es auf das richtige Maß an Offenheit an. Das gelte vor allem für die jungen Nutzer. Frei zugängliche Partyfotos etwa könnten im Zweifelsfall sogar bei einer Bewerbung um einen Job schaden. (pte)


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