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Online-Kollaboration

Web 2.0 ohne große Bodenhaftung



Web 2.0 ist beachtlich gereift

"Die gebotenen Web-2.0-Techniken haben eine beachtliche Reife", qualifiziert Peter Trimmel, verantwortlich für Technology-Monitoring im Web-2.0-Umfeld bei Siemens IT Solutions and Services. "Über die neuen Techniken von Firmen wie Google, Adobe und Microsoft rücken Kollaborationsfunktionen unter Browser-Oberfläche." Unterschiede, nämlich bei den Geschäftsmodellen, gebe es dennoch. Während Google mit Google Apps seine interaktiven Online-Dienste progressiv als Software-as-a-Service (SaaS) vermarktet, versucht Microsoft mit Office Live und Windows Live sowie dem Ansatz "Software plus Service" die Balance zwischen dem neuen und alten Softwareparadigma, dem Bestandsgeschäft, zu halten.

Christian Schumer, Bereichsleiter bei Materna und dort zuständig für das Thema SOA (Service-orientierte Architekturen), qualifiziert außerdem die Vernetzung von Personen und Funktionen über sämtliche Kommunikationsformen als hohe unternehmerische Herausforderung.
Christian Schumer, Bereichsleiter bei Materna und dort zuständig für das Thema SOA (Service-orientierte Architekturen), qualifiziert außerdem die Vernetzung von Personen und Funktionen über sämtliche Kommunikationsformen als hohe unternehmerische Herausforderung.

Überall dort, wo viele Konsumenten hinter einer Lösung stehen, lohne sich ein Web-2.0-Portal, beispielsweise in der Medienbranche. Er ist überzeugt davon: "Internet-basierende Online-Interaktionen werden die Geschäftsmodelle der Unternehmen beeinflussen." Dies vollziehe sich jedoch in Form einer sanften Evolution.

Beim Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen Optaros sieht man die Entwicklung anders. "Noch 2008 werden zahlreiche Firmen damit beginnen, ihren Geschäftsauftritt in Richtung Web 2.0 zu transformieren", hofft Bruno von Rotz, Vice President for Strategy and Research bei Optaros. Die fortschreitende Konvergenz der Medien werde zu neuen, Internet-basierenden Mischformen führen. Dazu zählt Social Networking, also die Vernetzung von Personen. Ein weiterer Trend: Funktionen und Inhalte werden über kleine, aus dem Web ladbare Softwaremodule ("Widgets" oder "Gadgets") verbreitet. Zudem würden Offline-Anwendungen und hybride Online/Offline-Lösungen Web-2.0-Applikationen näher an die Nutzer rücken.


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