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Preisliche Differenzen

Hochzeit geplatzt: Microsoft macht Schluss mit Yahoo



Ballmer teilte Yahoo!-Chef Jerry Yang den Rückzug am Samstag in einem von Microsoft veröffentlichten Brief mit. "Ich bin enttäuscht", schrieb er. Yang bekräftigte erneut, dass die Microsoft-Offerte das Unternehmen zu niedrig bewertet habe. Die störende Ablenkung durch das unerwünschte Angebot sei nun vorbei. Sein Unternehmen könne sich jetzt wieder mit ganzer Kraft auf die Zukunft konzentrieren.

Firmengründer Yang kämpft seit seiner Rückkehr in den Yahoo!- Chefsessel im vergangenen Sommer um eine Neuausrichtung des Konzerns. Zuletzt musste er Stellen streichen. Viele Analysten und auch einige Großaktionäre hatten das Kaufangebot von Microsoft als Glücksfall für Yahoo! betrachtet. Erste Anteilseigner klagten bereits gegen das Management wegen des Widerstands gegen die Übernahme. Zum Börsenstart am Montag wurde ein massiver Kurssturz der Yahoo!-Aktie erwartet. Vor der Offerte kostete sie unter 20 Dollar, zuletzt aber 28,67 Dollar.

Eine feindliche Übernahme von Yahoo! will Ballmer auch mit Blick auf den Erzrivalen Google nicht wagen. Yang habe deutlich gemacht, dass Yahoo! dann Schritte unternehmen werde, die den Konzern für Microsoft nicht länger attraktiv machten. Yahoo! hatte parallel zu den Gesprächen mit Microsoft eine Allianz mit Google bei Suchanzeigen getestet. Microsoft kritisierte dieses Bündnis nun erneut scharf. Eine feindliche Übernahme wäre für Microsoft Experten zufolge zudem langwierig und teuer geworden - bei überdies ungewissem Ausgang.

"Wir glauben weiter, dass die vorgeschlagene Übernahme für Microsoft, Yahoo! und den gesamten Markt sinnvoll gewesen wäre", sagte Ballmer. Er räumte zudem ein: "Yahoo! hätte unsere Strategie beschleunigt." Microsoft könne aber auch so seine Ziele erreichen.



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