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VoIP & TK
Über 300 Millionen Nutzer

Offiziell: eBay kalkuliert mit dem Verkauf von Skype

18.04.2008 um 15:46 Uhr
Nach zweieinhalb Jahren ist bei eBay die Erkenntnis gereift, dass die VoIP-Plattform Skype doch nicht so gut in das Portfolio passt. An PayPal soll hingegen festgehalten werden.

Das Online-Auktionshaus eBay erwägt einen Verkauf des Internettelefonie-Anbieters Skype. Bis Ende dieses Jahres werde man prüfen, ob sich bei der Tochterfirma Synergieeffekte erzielen ließen, sagte eBay-Chef John Donahoe der "Financial Times". Wenn das nicht der Fall sei, werde man eine "neue Bewertung" vornehmen. Diese könnte zum Verkauf führen, deutete er dem Bericht zufolge an. Dagegen widersprach er Gerüchten, eBay wolle den Internet-Bezahlservice PayPal veräußern. Der Dienst bringe dem Konzern große Vorteile, man wolle ihn daher noch "viele Jahre" behalten, sagte Donahoe.

eBay hatte Skype im September 2005 für 2,6 Milliarden Dollar übernommen. Ziel war eine Integration der Kommunikations-Software in das Online-Auktionshaus - zum Beispiel sollten Käufer und Verkäufer leichter Kontakt miteinander aufnehmen können. Diese Verknüpfung kam jedoch mit großer Verspätung und setzte sich bisher kaum durch. Im vergangenen Jahr nahm eBay für Skype eine Wertberichtigung in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar vor. Im Herbst 2007 ließ Skype-Mitgründer Niklas Zennström durchblicken, dass er eBay beim Verkauf seiner Firma über den Tisch ziehen konnte.

Skype ermöglicht das Telefonieren über das Internet per Voice over IP (VoIP) sowie den Versand von Textnachrichten in Echtzeit (Instant Messaging). Anrufe von Rechner zu Rechner sind kostenlos, nur wer ins Fest- oder Mobilfunknetz telefoniert, muss zahlen. Mehr als 309 Millionen Nutzer haben sich registriert. Die Firma peilt dieses Jahr einen Umsatz von 500 Millionen Dollar an und ist nach eigenen Angaben profitabel. (dpa/ajf)



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