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Im Test Parallels Virtuozzo Containers

Server-Virtualisierung der anderen Art

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von Johann Baumeister, Diplom-Informatiker und freiberuflicher IT-Autor in Brunnthal
Die Virtualisierungslösung "Virtuozzo Containers 4.0" von Parallels emuliert Server für die Betriebssysteme Windows und Linux, ähnlich wie es die Produkte von VMware, Microsoft oder Citrix tun. Dennoch unterscheidet sie sich gravierend von diesen.

Parallels positioniert Virtuozzo Containers als Werkzeug zur Virtualisierung sowohl von Servern als auch von Desktops - ein komplett anderer Ansatz, als ihn die Konkurrenz verfolgt. Parallels Virtuozzo Containers, im Folgenden vereinfacht als Virtuozzo bezeichnet, hat architektonische Gemeinsamkeiten mit beiden Segmenten der Virtualisierung. Ebenso verhält es sich mit dem Einsatzzweck von Virtuozzo.

Allgemeines

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Virtuozzo basiert wie der VMware Server oder der Virtual Server von Microsoft auf einem Host-Betriebssystem. Dieses kann der Windows Server 2003 oder ein Linux-Derivat sein. Ferner greifen die Gastsysteme direkt auf den Code des Host-Systems zu und verwenden ihn mit. In dieser Hinsicht ist Virtuozzo vergleichbar mit den Paravirtualisierungskonzepten, wie sie früher auch in Xen verwendet wurden. Nach oben, damit ist der Konsument der virtuellen Umgebungen gemeint, stellt Virtuozzo Laufzeitumgebungen für diese Betriebssysteme bereit. Wird also Windows Server 2003 eingesetzt, dann auch für die Gäste, Analoges gilt für Linux. Gemischte Umgebungen, wie sie etwa bei VMware ESX-Server, dem Virtual Server von Microsoft oder Citrix Xenserver anzutreffen sind, unterstützt Virtuozzo nicht. Die Gäste nutzen stattdessen das Host-Betriebssystem mit.

Dies hat aber nicht nur Nachteile. Aufgrund des Code-Re-Use sind die Gäste extrem schlank. Statt ein vollständiges Gast-Betriebssystem in den Arbeitsspeicher zu legen, begnügt sich Virtuozzo mit den Besonderheiten des Gastes und legt nur die Teile ab, in denen sich der Gast vom Basissystem unterscheidet. Dazu zählen alle laufzeitspezifischen Dinge wie die Prozesslisten, die Konfigurationen der Benutzer sowie spezielle Patches oder Applikationen. Sie alle werden im Container, so nennt Virtuozzo die virtuellen Maschinen, abgelegt. Der Speicherbedarf eines Containers ist damit im Vergleich zum vollständigen Betriebssystem sehr gering. Dies ermöglicht eine Vielzahl an Gästen auf einem Host, zumindest aus Speichersicht. Der Engpass bei Virtuozzo liegt folglich nicht im Arbeitsspeicher, sondern in der CPU- oder I/O-Leistung.


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