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Virtualisierung
Ein Betriebssystem-Image für tausende Benutzer

Citrix nennt Termin und Preis für XenDesktop

15.04.2008 um 15:34 Uhr
Autor(en): Thomas Cloer.
Citrix Systems hat den Erscheinungstermin und Preis für seine Plattform "XenDesktop" zur Desktop-Virtualisierung angekündigt.

Die Auslieferung von XenDesktop, das sich derzeit im Beta-Test befindet, beginnt demnach am 20. Mai zur Hausmesse Citrix Synergy. Das Produkt erscheint in den drei Varianten Standard, Enterprise sowie Platinum. Die letztere wird mit umfangreicheren Management-Tools ausgeliefert (unter anderem "EdgeSight Monitoring"), damit Administratoren die Leistung des Systems besser überwachen können. Die Preise beginnen bei 75 Dollar pro Concurrent User.

Trendthema Desktop-Virtualisierung

Alles Wissenswerte zum Trendthema Desktop-Virtualisierung finden Sie in unserem Grundlagenartikel "Virtualisierung krempelt Desktop-Computing um".


Citrix bezeichnet XenDesktop als "Desktop-Delivery-Lösung". Firmen können damit Windows-Desktops bereits im Rechenzentrum virtualisieren und dann bei Bedarf an Büroarbeitsplätze an beliebigen Standorten ausliefern. Der Anbieter verspricht damit gegenüber herkömmlichen Desktops geringere Komplexität und um bis zu 40 Prozent geringere Verwaltungskosten.

Um das zu erreichen, trennt Citrix das Management von Betriebssystem und Applikationen. Auf diese Weise soll das Problem des "Image-Wildwuchses" für die virtuellen Desktops aus der Welt geschafft werden. XenDesktop verwaltet zentral nur die Betriebssysteme, Endnutzer erhalten bei jedem Login einen neuen Desktop. "Wenn sie die Anwendungen aus der Gleichung herausnehmen, können sie das gleiche Image für tausende von Benutzern verwenden statt eines jeweils unterschiedlichen", sagt Dave Austin, Director of Product Marketing bei Citrix für die Region EMEA (Europa, Nahost und Afrika).

Auch traditionelle Citrix-Kunden sollen von der Desktop-Zentralisierung erheblich profitieren. "Die meisten verwalten Betriebssysteme noch in herkömmlicher Manier", so Austin weiter. Die Anwendungen wiederum verwaltet im Citrix-Modell "XenApp" (der frühere "Presentation Server"). Die Programme können dabei wahlweise auf dem Server ablaufen oder zum Client gestreamt werden.

Für den Start von XenDesktop arbeitet Citrix sowohl mit Hewlett-Packard (HP) als auch mit Microsoft zusammen. HP bietet seinen Kunden Support beim Betrieb von XenDesktop auf sowohl "ProLiant"-Servern als auch Thin Clients der Marke HP Compaq. Bereits im Januar hatte Citrix die Integration von XenDesktop mit der Microsoft-Verwaltungsplattform "System Center" angekündigt. "Es bleibt dem Kunden überlassen, welches Management-Framework er verwendet, nicht uns", sagt Austin. "Wir sind keine Systems-Management-Firma." Neben System Center arbeitet XenDesktop auch mit anderen Frameworks wie IBM Tivoli oder HP Openview zusammen.

Wer nicht bis zum 20. Mai abwarten will, kann sich die Public Beta von XenDesktop schon jetzt bei Citrix herunterladen. (tc)


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