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Tipps für die Virtualisierung von SAP-Servern

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von Christoph Lange
Unternehmen können produktive SAP-Systeme mittels VMware und Xen konsolidieren, sollten dabei aber einige Punkte beachten.

Einer Studie des Marktforschungsunternehmens Raad Research zufolge haben knapp 70 Prozent der SAP-Bestandskunden bereits Erfahrungen mit der Virtualisierung von ERP-Servern sammeln können. Firmen erwarten, auf diese Weise ihre Rechner besser auslasten und so Geld sparen zu können (siehe auch "Vor- und Nachteile von Virtualisierung im SAP-Umfeld").

Nach einigem Zögern hat SAP im Dezember 2007 den Betrieb von produktiven SAP-Systemen auf virtuellen Servern prinzipiell freigegeben. Unternehmen, die ihre IT-Umgebungen mit Hilfe einer Server-Virtualisierung konsolidieren möchten, können nun auch ihre ERP-Systeme auf eine Virtualisierungsplattform migrieren.

Allerdings beansprucht die Virtualisierung mehr Hardwareleistung. Die Dimensionierung (Sizing) von SAP-Systemen erfolgt in der Regel durch die Hardwarehersteller. Diese ermitteln anhand von SAP-User-Kennzahlen, Mengengerüsten und Benchmarks wie SAPS (SAP Application Performance Standard), mit wie viel Arbeitsspeicher, CPU-, Disk-I/O- und Netz-I/O-Ressourcen ein Server ausgerüstet werden muss, damit er die anstehenden Aufgaben zügig bewältigen kann.

Viele Faktoren beeinflussen das Sizing

In virtuellen Umgebungen ist das Sizing komplexer, da deutlich mehr Faktoren die Gesamtleistung beeinflussen als bei Einzelsystemen. Beispielsweise muss der Anwender berücksichtigen, dass weitere virtuelle Server auf derselben Hardware laufen und um die vorhandenen Ressourcen konkurrieren. Zudem kommunizieren mehrere virtuelle Server über dieselbe physische Netzwerk- und SAN-Karte des Wirtsrechners (V-Hosts) mit dem LAN und dem Speichernetz.

Dimensionierungstabellen

Um diesen neuen Anforderungen gerecht werden zu können, hat SAP den Hardwarepartnern Werkzeuge an die Hand gegeben, mit denen sie ihre Server-Sizing-Tabellen für virtualisierte Systeme anpassen können. Für die Dimensionierung der CPU- und RAM-Leistung hat sich laut Manfred Stein vom SAP Linux-Lab das Vorgehen etabliert, den Overhead-Faktor der jeweiligen Virtualisierungslösung zu den bisherigen Sizing-Vorgaben hinzuzurechnen.


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