Als starken Anbieter im Markt für EA-Tools stufen die Studienautoren auch Adaptive ein. Zwar halte sich das Dienstleistungsangebot aufgrund der geringen Größe des Anbieters in Grenzen. Doch mit ausgefeilten Metamodell-Features und einem Metadaten-Repository punktet der Hersteller mit Hauptsitz in Washington D.C.
Nach Erhebungen von Forrester Research wuchs der Markt für EA-Tools (EA = Enterprise Architecture) im Jahr 2006 auf ein Umsatzvolumen von weltweit 320 Millionen Dollar. In den vorangegangenen drei Jahren verbuchten die Hersteller demnach jeweils Zuwachsraten zwischen zehn und 20 Prozent. Mehr als 35 Anbieter tummeln sich auf dem Markt. Dabei zählten die Auguren klassische Softwaremodellierungs-Tools, die um EA-Funktionen erweitert werden, nicht mit.
Das Wachstum wird sich im laufenden Jahr ungebremst fortsetzen, prognostizieren die Analysten. Die meisten Hersteller könnten mit Umsatzzuwächsen zwischen 15 und 20 Prozent rechnen.
Etwa 90 Prozent der 500 größten Unternehmen weltweit haben bereits EA-Methoden eingeführt, schätzen die Marktforscher. Die Akzeptanz in kleineren Unternehmen bleibt noch weit dahinter zurück. Laut einer Forrester-Erhebung aus dem Jahr 2006 setzten 64 Prozent der größten Unternehmen weltweit dedizierte EA-Werkzeuge ein. In Firmen mit 1000 bis 5000 Mitarbeitern lag der Wert nur bei 50 Prozent.
Die im Jahr 2004 von Forrester definierte Einteilung von EA-Tools in die Kategorien Modellierung, Repositories und Change-Management verschwimmt. Viele Anbieter haben inzwischen auch kollaborative und Governance-Features in ihre Produkte eingebaut.
Für die kommenden Jahre prognostizieren die Analysten eine Marktkonsolidierung. Dies sei zum einen auf die geringe Größe der Anbieter zurückzuführen: Lediglich IDS Scheer und Telelogic wiesen Umsätze von mehr als 200 Millionen Dollar aus. Zum anderen wecke die zunehmende strategische Bedeutung von EA-Initiativen Begehrlichkeiten der großen Player. Im Fall Telelogic bestätigte sich die Erwartung bereits. IBM will den schwedischen Softwarehersteller für umgerechnet 557 Millionen Euro übernehmen.
Als Herausforderer sehen die Analysten Embarcadero Technologies. Der kalifornische Hersteller offeriert in erster Linie Datenbank-Tools und hat sein Portfolio auf Prozessmodellierung und Enterprise Architecture ausgedehnt. Über ein Repository können Benutzer Impact-Analysen anstoßen und EA-Modelle gemeinsam nutzen. Embarcadero vertreibt seine Produkte weltweit vor allem über indirekte Kanäle. Forrester empfiehlt die Tools Unternehmen, die klein in das Thema Enterprise Architecture einsteigen wollen und dabei zunächst auf die Datenarchitektur abheben.
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