Obwohl uns Web-Techniken seit über zehn Jahren begleiten, entspringt die Mehrzahl der Unternehmensanwendungen klassischen Client-Server- und Mainframe-Konzepten. Die Migration zu Web-basierenden Benutzeroberflächen scheiterte bislang an der notwendigen Interaktivität und Funktionalität, die in konventionellen Web-Seiten nicht darstellbar waren.
Mittels Ajax-Scripting lassen sich nun Web-Anwendungen realisieren, die einer klassischen Desktop-Anwendung stark ähneln. Autovervollständigung, direkte Validierungen, kontextbezogene Datenaktualisierung sowie Drag-and-Drop-Funktionen erhöhen den Benutzerkomfort, beschleunigen die Bedienung und reduzieren Fehlerquellen. Unternehmen müssen ihre IT-Infrastruktur für Ajax nicht spezifisch anpassen. Im Gegensatz zu Client-Umgebungen wie Flash oder Java ist für Ajax keinerlei Browser-Plug-in oder sonstige Runtime-Engine erforderlich.
Komplexe Desktop-Clients wie in Call-Centern lassen sich mit Ajax umsetzen und deren unterschiedliche PC-Oberflächen in einer einzigen, konsistenten Web-Benutzerschnittstelle konsolidieren.
Customer-Relationship-Management-Software (CRM) der neuesten Generation kann im Web-Browser detaillierte Kundendaten darstellen, Web-gestützte GIS-Dienste wie Google Maps einbetten und Telefonnummern direkt via Internet-Telefonie (Voice over IP) anwählen.
Intranet-Anwendungen in Unternehmen wie Reisekosten-Abrechnungen, Purchasing-Anwendungen oder Online-Urlaubsanträge lassen sich ebenfalls mit Ajax umsetzen.
Im Internet erfüllen moderne Web-Angebote die Servicebedürfnisse von Kunden und Interessenten im Self-Service-Verfahren.
Ajax ermöglicht Banken und Versicherungen, komplexe Produkte und Dienstleistungen im Web-Browser abzubilden und in interaktiven Online-Rechnern simulierbar zu machen
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Vor der Entscheidung für eine Anwendungsmodernisierung oder Neuentwicklung mit Ajax steht ein Blick auf die vorhandene Infrastruktur an. Zentral gesteuerte Unternehmens-IT zeichnet sich in der Regel durch homogene Komponenten auf der Client-Seite aus. Dennoch ist zu prüfen, ob aktuelle Versionen der Browser Internet Explorer oder Firefox installiert sind und eventuell zum Einsatz kommende Ajax-Frameworks diese Browser-Versionsnummern unterstützen. Dies gilt besonders für Browser, wie sie in Handhelds und Smartphones arbeiten. Ein umfassender Einsatz von Ajax-Scripting mit Javascript kann ältere oder hardwareseitig schwächer ausgestattete Endgeräte überfordern.