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Java-Gemeinde setzt hohe Erwartungen in Oracle

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von Stefan Ueberhorst, CW-Redakteur
Java- und Open-Source-Experten beobachten die Sun-Übernahme durch Oracle mit Argusaugen. Grundsätzlich sind die Erwartungen positiv.

Richard Seibt, OSBF-Vorstand, sieht Java bei Oracle in guten Händen.
Richard Seibt, OSBF-Vorstand, sieht Java bei Oracle in guten Händen.

"Java zählt neben Solaris zu den zwei Schlüsselbereichen, die uns zur Übernahme von Sun bewogen haben", erklärte Oracle-CEO Lawrence Ellison am 20. April, als der Kauf öffentlich wurde. Auf Java basiere das umfangreiche Portfolio der Oracle Fusion Middleware, des zurzeit am schnellsten wachsenden Geschäftssegments seines Unternehmens. Damit übernimmt Oracle nicht nur die Rechte an Java als Marke, sondern auch die Verantwortung für die weitere Gestaltung einer Plattform, die sich mit vielen Millionen Entwicklern schon lange als Gegenpol zur Microsoft-Welt positioniert, im Gegensatz zu dieser aber seit einiger Zeit Open Source gestellt ist.

Es mag ein gutes Zeichen sein, dass die Java- und Open-Source-Community bislang vergleichsweise unaufgeregt auf den bevorstehenden Wechsel reagiert hat. Suns Softwareportfolio werde unter der Aufsicht von Oracle wahrscheinlich schneller und besser weiterentwickelt, als dies bei Sun mit den dort gegebenen Ressourcen möglich war, meint etwa Richard Seibt, ehemaliger Geschäftsführer von IBM Deutschland und jetziger Vorstandsvorsitzender der Open Source Business Foundation. Seine Organisation sei zwar überrascht gewesen, dass die ursprünglich geplante Übernahme durch IBM scheiterte, ebenso darüber, wie schnell Oracle reagiert habe. Doch Seibt ist sicher, dass ein Hersteller mit derartiger Softwarekompetenz sorgfältig mit Java und MySQL umgehen werde und die Software bei Oracle gut aufgehoben sei.


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