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Mittelstands-IT

Achim Berg, Microsoft

"Wir treiben den Markt für Cloud-Services"

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von Frank Niemann, COMPUTERWOCHE-Redakteur

Problemkind Media-Player "Zune"

CW: Microsoft will alle Kundensegmente vom Konsumenten bis zum Großunternehmen abdecken. Kann das funktionieren?

Berg: Ich glaube, dass ist die Voraussetzung für Erfolg. Wir wollen das komplette IT-Portfolio abdecken - für Unternehmenskunden und Privatnutzer. Darum müssen wir Server und Desktops aber auch mobile Devices und das Internet bedienen. Zudem wachsen Techniken ja zusammen, Lifestyle und Workstyle sind nicht mehr voneinander zu trennen. Viele Produkte, die privat genutzt werden, beispielsweise Instant Messaging, kommen vermehrt auch am Arbeitsplatz zum Einsatz.

CW: Aber Sie können doch nicht alle Segmente mit der gleichen Geschwindigkeit vorantreiben?

Berg: Wir haben uns da ja spezialisiert. Mitarbeiter, die bei uns Online-Werbung verkaufen sind andere, als die, die Unified Communications für große Firmen offerieren. Wir haben unterschiedliche Teams, mit denen wir alle Segmente abdecken können.

CW: Microsoft plant, eigene Läden zu errichten - auch in Deutschland?

Berg: Es geht da um zehn Läden mit Flagship-Store-Charakter weltweit. In Deutschland wird es zunächst maximal einen geben. Die Geschäfte werden eine Mischung aus Showroom, Service-Desk und Verkaufspunkt sein.

CW: Warum tut sich Microsoft mit der Markteinführung des Media-Players Zune so schwer?

Berg: Vor etwa zweieinhalb Jahren ist das Gerät in den USA auf den Markt gekommen und hat sich dort ganz gut verkauft. Um das Produkt auch in Deutschland anbieten zu können, müssen wir aber entsprechende Verträge für den Online-Musikvertrieb abschließen. Erschwerend kommt hinzu, dass der deutsche Markt preissensibel ist. Am besten verkaufen sich hierzulande MP3-Player für unter 100 Euro. Premium-Player wie Zune liegen aber darüber. Der nächste Schritt wird daher eine Zune-Software sein, die auf anderen Hardware-Plattformen wie etwa Smartphones laufen kann.


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