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SOA-Governance

HP verbessert mit Systinet 3.0 die Service-Steuerung

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von Stefan Ueberhorst, CW-Redakteur
Hewlett-Packard hat in Version 3.0 seiner SOA-Governance-Plattform "Systinet" Werkzeuge und Automatismen eingebaut, die den Umgang mit Services während dessen Lebenszyklus vereinfachen.

Visuelle Darstellung der Zusammenhänge zwischen SOA-Services und SOA-Artefakten in Version 3.0 von HP SOA Systinet.
Visuelle Darstellung der Zusammenhänge zwischen SOA-Services und SOA-Artefakten in Version 3.0 von HP SOA Systinet.

So verbessert das neue HP SOA Systinet zum Beispiel die Unterstützung der Genehmigungsprozesse im Service-Lebenszyklus. Damit will Hewlett-Packard sicherstellen, dass Services die Anforderungen aller Anspruchsgruppen erfüllen, bevor sie im Lebenszyklus einen Schritt voranrücken dürfen - zum Beispiel von der Entwicklung in die Qualitätssicherung. Neu ist auch eine Reihe von rollenspezifischen Benutzeroberflächen. Dazu gehört der "Approved View", der den jeweils Verantwortlichen nur die Informationen gibt, die sie für eine konkrete Genehmigung brauchen. Der Approved View ergänzt den kompletten "Lifecycle Management View", der detaillierte Informationen über einen Service, seine Metadaten und sein Lebenszyklus-Stadium gibt.

Systinet 3.0 bietet zudem eine neue Wizard-unterstützte Benutzeroberfläche, die das Erstellen, Verändern und Klonen von Lebenszyklus-Stadien erlaubt. Dies senkt laut HP deutlich die Zeit und den Aufwand für das Lebenszyklus-Management.

Wer eine umfassende Enterprise-SOA steuern muss, wird von der Erweiterung des Systinet-Metadaten-Repository profitieren. Dieses verwaltet jetzt auch Metadaten von SOA-Artefakten wie zum Beispiel Prozessbeschreibungen nach der Business Process Execution Language (BPEL) oder Spezifikationen laut Service Component Architecture (SCA). Damit lassen sich nicht nur die SOA-Services selbst, sondern auch deren Zusammenspiel mit Prozessen und Geschäftsregeln im Rahmen der SOA-Governance verwalten.

Verbessertes Versions-Management

Versions-Management ist ein kritischer Erfolgsfaktor für eine SOA, da die Serviceversionen und deren Verhältnisse zu den Konsumenten sich derart vervielfältigen können, dass es unmöglich wird, sie unter Kontrolle zu behalten. Um dieses Problem zu lösen, bringt Systinet 3.0 neue Funktionen für die Definition, Visualisierung und Steuerung von Services- und Artefakt-Versionen in einer SOA. Zu den Neuheiten gehört auch hier eine Wizard-unterstützte Benutzeroberfläche für die Versionierung. Sie automatisiert die Erstellung neuer Versionen und bildet die Beziehungen zwischen den Versionen ab. Verbessert wurde zudem die grafische Navigation innerhalb der Versionen, so dass Service-Provider und -Konsumenten von einer neuen zu älteren Versionen navigieren, die komplette Versionierungs-Historie überblicken und sich alle Versionen eines Service ansehen können.

Stärkere Integration

Um Testanforderungen zu planen und zu definieren, muss das Qualitätssicherungs-Team frühzeitig wissen, welche neuen Services entwickelt und welche Services geändert werden sollen beziehungsweise welche neuen Lieferanten-Konsumenten-Beziehungen es gibt. Durch die Integration von Systinet 3.0 mit dem "HP Service Test Management" wird das Qualitätssicherungs-Team nun automatisch informiert, wenn ein Service in eine nächste Lebenszyklus-Phase überführt werden soll. Zudem lassen sich Qualitätsregeln für alle Lebenszyklus-Stadien implementieren, so zum Beispiel "Alle größeren Fehler müssen behoben sein, bevor ein Service aus der Entwicklung in den Betrieb überführt werden darf".

Für das Versions-Management bietet Systinet 3.0 eine Integration mit "HP Service Test". Dadurch können Test-Suiten wiederverwendet werden, wenn eine neue, rückwärtskompatible Version eines Service getestet werden soll.

Eine große Herausforderung besteht darin, Services zu entdecken, die schon in Betrieb, aber nicht in der SOA-Governance-Lösung erfasst sind. Zu diesem Zweck unterstützt die Systinet jetzt ein Service-Discovery mittels der "HP Universal Configuration Management Database" (UCMDB). Systinet 3.0 erlaubt den Import von Service-Configuration-Items aus der UCMDB. Importierte Services können kategorisiert, dokumentiert, mit Verträgen verknüpft, Lebenszyklus-Prozessen zugewiesen und auf Regelkonformität überprüft werden.

Mehr zum Thema serviceorientierte Architekturen finden Sie im Experten-Blog "SOA meets BPM" der Computerwoche.


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