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Windows 7

XP-Nachfolger ist besser als sein Ruf

Die häufigsten Irrtümer zu Windows Vista

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von Michael Pietroforte, Fachautor in München und Betreiber der Website 4sysops.com
Viele Zeitgenossen sehen es gerne, wenn es für den Desktop-Monopolisten aus Redmond einmal nicht so gut läuft. Vista ist daher zur Zielscheibe für alle mögliche Kritik geworden - oft liegt diese aber ziemlich daneben.

Vista hat ohne Zweifel ein Image-Problem, an dem Microsoft nicht unschuldig ist. Nach sechs Jahren Entwicklungszeit und zahlreichen Verschiebungen kam es mit weniger Neuerungen auf den Markt als angekündigt. Kompatibilitätsprobleme und hohe Hardwareanforderungen wirkten zudem abschreckend auf potenzielle Nutzer.

Zu den meist beachteten Beiträgen, die Vista als Fehlschlag darstellen, gehört das "Death Match" von Randall Kennedy in der CW-Schwesterpublikation "Infoworld" (siehe die deutsche Fassung auf computerwoche.de). Aber der Verfasser irrt sich in wesentlichen Punkten, so der Einspruch des COMPUTERWOCHE-Autors Michael Pietroforte. Hier eine Liste der meist verbreiteten Fehleinschätzungen zu Vista:

Vista bietet keine interessanten Neuerungen

Diese Auffassung verbreitete sich schon während der Entwicklungsphase von Vista ("Longhorn"). Wesentliche Neuerungen wie die Windows Presentation Foundation (WPF, Codename "Avalon") und Windows Communication Foundation (WCF, Codename "Indigo"), wurden in das .NET-Framework integriert und sind so auch für Windows XP verfügbar. Andere Komponenten, wie etwa "Aero", enttäuschten, weil ihr Nutzen fraglich erschien und wiederum andere, allen voran Windows Future Storage (WinFS), wurden gänzlich gestrichen.

Microsofts offizielle Begründung war damals, dass man die Fertigstellung von Vista nicht weiter verzögern wolle. Die eigentlichen Gründe dürften indes andere gewesen sein. Kurz zuvor trieben Computerwürmer wie Sasser und W32.Blaster ihr Unwesen und legten reihenweise ganze Unternehmen lahm. Dies führte zu einem Umdenken bei Microsoft. Statt neuer Funktionen stand nun auf einmal Sicherheit im Vordergrund. Man erkannte, dass auch Sicherheit ein wesentliches Feature ist. Windows Vista ist Microsofts erstes Betriebssystem, das von der damals ausgerufenen Trustworthy-Computing-Sicherheitsinitiative in vollem Umfang profitiert.

Trotzdem kann man nicht behaupten, dass Vista neben mehr Sicherheit nicht viel zu bieten habe. Nach Microsofts eigenen Angaben kam der XP-Nachfolger mit 2750 neuen Funktionen auf den Markt.


(3 Beiträge), 
Kommentieren
Pietroforte
@SoniX Ich kann durchaus verstehen, dass bei so einem Thema die Emotionen hochkochen. Über sachliche Kritik freue ich mich aber immer. Was Sie mit ?zwei völlig verschiedenen Sachen? meinen, verstehe ich ehrlich gesagt nicht und von 100% Auslastung ist in meinem Beitrag eigentlich nicht die Rede. @joda56 Ein Austausch älterer PCs ist nicht in jedem Unternehmen sinnvoll. Da haben Sie vollkommen Recht. Das steht ja so auch im Beitrag. Ein modernes Betriebssystem braucht halt auch moderne Hardware. Deshalb hat Vista auch keine ?schlechte Performance?. Nach meinem Gefühl ist sie auf moderner Hardware sogar besser als seinerzeit die von Windows XP nach dessen Debüt. Deshalb kann man zwar sagen, dass die Anschaffungskosten für neue PCs ein Argument gegen Vista sein können, aber eben nicht dessen Performance. Wer auf einem Vista-PC arbeitet, der zu langsam ist, hat irgendetwas falsch gemacht. Mehr wollte ich eigentlich nicht sagen. Vistas neue Sicherheitsfeatures machen Sicherheitssoftware von Drittanbietern nur zum Teil überflüssig. Auf einen Virenscanner von einem Fremdanbieter kann man sicher nicht verzichten, auf eine Desktop-Firewall schon. zum Beitrag

joda56
Der Autor: "Auf älteren PCs, die nicht mindestens über 1.5GB RAM und eine Dual-Core-CPU verfügen, hat Vista nichts zu suchen und auf moderner Hardware arbeitet Vista genauso schnell wie Windows XP." Das mag sein, aber warum sollte ein Unternehmen PC Arbeitsplätze auf denen Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Clientanwendungen mit einer Single Core CPU und mit 1 GB Hauptspeicher performant arbeiten austauschen? Die schlechtere Performance von Vista darf also sehr wohl als Argument ins Feld geführt werden. Wenn neue Hardwareentwicklung lediglich dazu dienen, den Ressourcenhunger von Betriebssystemen zu stillen, dann ist irgend etwas falsch! Oder gibt es da hidden agendas?? ;-) Will der Autor vielleicht sagen, dass die Sicherheitsaspekte, die bei Vista berücksichtigt wurden, Virenscanner, Firewalls und andere Sicherheitssoftware überflüssig machen? zum Beitrag

SoniX
AHHHH NEIN!!! Wer hat denn das hier verfasst? Solch Inkompetenz tut schon weh beim lesen. "Statt neuer Funktionen stand nun auf einmal Sicherheit im Vordergrund. Man erkannte, dass auch Sicherheit ein wesentliches Feature ist. Windows Vista ist Microsofts erstes Betriebssystem, das von der damals ausgerufenen Trustworthy-Computing-Sicherheitsinitiative in vollem Umfang profitiert." Trustworthy Computing != Sicherheit Das sind zwei völlig verschiedene Sachen. "Ob das Betriebssystem 20 oder 40 Prozent der CPU-Leistung beziehungsweise des Arbeitsspeichers in Anspruch nimmt, spielt keine Rolle." Ja klar. Am liebsten ist es mir natürlich, wenn das Betriebssystem gleich 100% in Anspruch nimmt. ?!?!?? WTF???? Lieber Autor. Bei solch Aussagen sollten sie sich nocheinmal überlegen ob sie nicht besser einer anderen Tätigkeit nachgehen. zum Beitrag


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