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Software Infrastruktur
Neue Distributionen

Red Hat und Suse frischen ihre Unternehmens-Linuxe auf

23.05.2008 um 10:42 Uhr
Autor(en): Thomas Cloer.
Die beiden führenden Enterprise-Distributionen des quelloffenen Betriebssystems Linux liegen in neuen Versionen vor.

Red Hat und Novell/Suse haben am Mittwoche die neuen Versionen "Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 5.2" respektive "Suse Linux Enteprise 10 Service Pack 2" veröffentlicht.

RHEL 5.2 erscheint 15 Monate nach dem letzten Major Release 5 vom März letzten Jahres. Es unterstützt nun bis zu 64 CPUs (vorher: acht) und 512 GB Hauptspeicher, um größere virtualisierte Server zu betreiben. Weitere Neuerungen sind Unterstützung für die Virtualisierung von NUMA-Architkturen (Non-Uniform Memory Access) sowie neue Stromsparfunktionen und Zertifizierung und Support für die neuen Cell-basierenden Blades von IBM.

Endanwender profitieren von verbessertem Support für Suspend-, Hibernate- und Resume-Funktionen von Notebooks, neuen Grafiktreibern sowie aktuellen Version gängige Open-Source-Anwendungspakete wie OpenOffice.org 2.3 und Firefox 3.

Novell führt mit dem SP2 für Suse Linux Enterprise ein neues Werkzeug zur Abonnement-Verwaltung ein. Admins sollen damit Software-Updates in einer zentralisierten Umgebung besser steuern und dabei Firewall- und Compliance-Richtlinien berücksichtigen können. Unter anderem ermöglicht das Tool die gleichzeitige Verteilung von Updates an alle Desktop-, Server- und POS-Systeme.

Weitere Neuerungen finden sich im Bereich Virtualisierung (Unterstützung für voll virtualisiertes Windows Server 2008 und Server 2003, Live-Migration von Windows-Gastsystemen über physikalische Server hinweg) und dem Verwaltungswerkzeug "YaST" (First-Boot-Verbesserungen, Netzmodul-Unterstützung für neue Geräte). Im Bereich Netzverwaltung wird IPv6 unterstützt, die Desktop-Version ermöglicht dank lokaler Unterstützung des Dateisystems NTFS bessere Interoperabilität mit Windows und Office. Dazu kommen noch bessere Integration mit dem Microsoft-Verzeichnisdienst Active Directory (AD) und ein Upgrade auf die Novell-Edition von OpenOffice.org 2.4.


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