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Open-Source-Monitoring ergänzt kommerzielles Service-Management



Netz- und System-Monitoring mit Open-Source-Tools

Die detaillierten Untersuchungsergebnisse und eine Bewertung der einzelnen Projekte hat Comconsult in dem Whitepaper Kostenoptimierung durch Open-Source-Monitoring-Lösungen veröffentlicht.
Die detaillierten Untersuchungsergebnisse und eine Bewertung der einzelnen Projekte hat Comconsult in dem Whitepaper Kostenoptimierung durch Open-Source-Monitoring-Lösungen veröffentlicht.

Unter den mehreren hundert Projekten, in denen Netz- und System-Monitoring-Lösungen entwickelt werden, stechen acht besonders hervor. Eine genaue Klassifizierung ist schwierig, weil sich die Einsatzmöglichkeiten und -bereiche der einzelnen Lösungen stark überschneiden. Die grundsätzliche Architektur ist bei allen Projekten gleich: Agenten auf den Zielsystemen übermitteln die gesammelten Daten an einen zentralen Server, auf dem Auswertungen, Korrelation und Darstellung gehandhabt werden. Weitere Informationen fließen aktiv und passiv per SNMP in die Systeme ein. Die Lösungen unterscheiden sich hinsichtlich der Informationsbeschaffung nur in der Anzahl der unterstützen Plattformen, wobei die gängigen Systeme abgedeckt sind. Gleiches gilt für die Anzahl der Anwendungen, die Out-of-the-Box überwacht werden können.

Durch den modularen Aufbau aller Lösungen ist es möglich, Module oder Plug-ins für den individuellen Bedarf zu entwickeln. Als Backend kommen in allen Lösungen Datenbanken zum Einsatz. Einzig "Nagios" kann in der Standardinstallation auch ohne Datenbank betrieben werden. Eine der offenen Datenbanken, "MySQL" oder "PostgreSQL", wird von allen Lösungen unterstützt. Oracle-Unterstützung steht an dritter Stelle; Anbindungen von Microsofts "SQL Server" und IBMs "DB/2" sind nur vereinzelt möglich.

Für die Anwendung in großen Unternehmensnetzen müssen die Lösungen skalieren und über verschiedene Netzsegmente Informationen sammeln können. Dies wird als "Distributed Monitoring" bezeichnet, und die Mehrzahl der Werkzeuge beherrscht diese Disziplin. Der Aufbau von hochverfügbaren und redundanten Umgebungen ist wesentlich komplizierter. Nagios bringt hauseigene Mittel wie die Master-Prozessüberwachung mit, während in den anderen Fällen auf externe Tools oder eine kostenpflichtige Version zurückgegriffen werden muss.

Benutzerverwaltung

Die Benachrichtigung von Administratoren im Fehlerfall erfolgt in allen Werkzeugen wahlweise per E-Mail, in der Konsole oder per SMS. "Open Smart" übermittelt Alarme zusätzlich per RSS-Feed. Eine Konfiguration, wer wann bei welchen Alarmen benachrichtigt wird, ist dagegen meist nicht möglich. Die Eingabe von Dienst- oder Bereitschaftsplänen ist nur in "Open NMS" vorgesehen. Eine Benutzerverwaltung mit Gruppen, Profilen und Rollenkonzepten ist in den meisten Lösungen integriert, aber teilweise noch nicht vollkommen ausgereift. Nagios bringt beispielsweise überhaupt keine Benutzerverwaltung mit. E-Mail ist der vorgesehene Weg, um Tickets in einem Trouble-Ticket-System zu öffnen. SNMP-Traps, die von etwa der Hälfte der Projekte ausgelöst werden können, dienen zur Integration mit vorhandenen Management-Systemen.

Betrachtet man die Vielzahl der verfügbaren Open-Source-Projekte und ist zugleich offen für neue Ansätze, erkennt man schnell die Vorzüge einer kombinierten Architektur aus Open Source und kommerziellen Produkten. Das gilt nicht nur für kleine oder mittelständische Unternehmen, zahlreiche Beispiele belegen auch den erfolgreichen Einsatz in großen Umgebungen. (ue)


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