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Software AG ordnet Produktportfolio mit Webmethods

25.07.2007 um 10:57 Uhr
Nach der Übernahme von Webmethods hat die Software AG erläutert, wie sie die Produktlinien beider Unternehmen zusammenführen will.

Die Software AG setzt dabei auf den vor allem im US-Markt gut eingeführten Markennamen Webmethods. Unter diesem Dach vereint das Darmstädter Softwarehaus die Produkte für die Integration von Geschäftsprozessen, Service-orientierte Architekturen (SOA), Business Process Management (BPM) und Legacy-Modernisierung. Die Software AG hatte im April erklärt, den Konkurrenten Webmethods für 546 Millionen Dollar zu übernehmen.

Im Bereich SOA-Governance kombinieren die Hessen das Registry- und Repository-Produkt "CentraSite" mit "Infravio X-Registry" von Webmethods. Daraus soll bis September 2007 die "CentraSite Governance Edition" entstehen, die unter anderem das Erstellen und Verwalten von Policies in einer SOA erlaubt. Wie Marketing-Manager Ivo Totev ausführte, offeriert die Software AG daneben eine "CentraSite Enterprise Edition" ohne Policy-Management-Features. Deren Schwerpunkt liege auf der Verwaltung von Metadaten und SOA-Artefakten.

Klassische Integrationsaufgaben übernimmt künftig der "Webmethods Enterprise Service Bus" (ESB). Er setzt auf dem einstigen Integration Server von Webmethods auf und kommt in drei Versionen für Mediation, Orchestrierung und Integration auf den Markt. Darin gehen unter anderem die Produkte Infravio X-Broker von Webmethods sowie der Crossvision Service Broker der Software AG auf. Für Oktober 2007 plant das Unternehmen zunächst die "Webmethods ESB Orchestration Edition". Eine "Mediation Edition" soll im Mai 2008 folgen. Dessen ungeachtet werde das Release 7.1 von Webmethods Kernprodukt "Fabric" wie geplant im Sommer ausgeliefert, erklärte Totev.

Veränderungen gibt es auch in den Produktbereichen für Business Process Management (BPM) und Business Activity Monitoring (BAM). Die Software AG betrachtet das im Markt etablierte Webmethods BPMS künftig als primäres Angebot für dieses Segment. Das Webmethods-System bietet unter anderem Funktionen für das Design und die Ausführung von Prozessen und Anwendungen, ferner Workflow-, Simulations- und Prozessanalyse-Features. Das bisher genutzte BPM-Produkt "Interstage" von Fujitsu will die Software AG noch mindestens fünf Jahre lang "voll unterstützen".

Last, but not least setzen die Darmstädter auch in Zukunft auf das Thema Legacy-Modernisierung. Für die Integration von Mainframe-Systemen sieht das Management wie bisher drei Ansätze vor: "EntireX" für die transaktionsorientierte Integration, "ApplinX" für die bildschirmbasierende Integration sowie die Datenzugriffsprodukte von Connix Solutions für die datenorientierte Integration. Dabei werde EntireX um die patentierte Mainframe-Integrationstechnik von Webmethods erweitert. Benutzer von Webmethods Mainframe könnten damit ihre Funktionen auf die EntireX-Plattform migrieren. Unterstützen will die Software AG ferner auch Kunden, die das Webmethods-Produkt DataDirect Neon Shadow einsetzen.

Zur erweiterten Produktreihe gehören darüber hinaus der "Information Integrator" für das Erstellen individueller Sichten auf Geschäftsdaten und der "Master Data Manager", mit dem Unternehmen Masterdaten vereinheitlichen und konsolidieren können. Zukünftige Releases werden mit vorherigen Produkten abwärtskompatibel sein, versprach die Software AG. Das Upgrade der Produktfamilie soll Anfang 2008 vollständig verfügbar sein.

Mehr zum Thema Business Process Management und Service-orientierte Architekturen finden Sie im SOA-Expertenrat der COMPUTERWOCHE. (wh)



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