Während Xen neben ausgefeilten Monitoring-Tools sowie einer XML-RPC Schnittstelle keine verteilten Management-Komponenten mitbringt, arbeitet das Xen-Entwicklerteam an einer Schnittstelle (CIM = Common Information Model) nach DMTF-Standard, welche die Integration in Management-Tools deutlich erleichtern und beschleunigen wird.
Daneben bieten inzwischen eine Reihe von Drittanbietern umfassende Xen-Management-Suiten in unterschiedlichen Ausprägungen an. Virtual Iron und Xen Enterprise liefern Software, welche den Administrator vom Setup bis hin zum Verwalten kompletter Umgebungen unterstützt. Pakete wie "OpenQRM" (Open Source) oder "Cassatt XVM" gestatten das Management heterogener Virtualisierungsumgebungen auf Basis von Xen und VMware.
Mit den etablierten Linux-Distributionen gestaltet sich die Xen-Installation nach wie vor etwas langwierig. Einen anderen Ansatz bietet "eisXen", eine von "eisfair" abgeleitete schlanke Linux-Distribution, welche für das Einrichten von Xen-Servern und -Gästen keine Linux- und Xen-Kenntnisse voraussetzt, dabei innerhalb weniger Minuten zum Ziel führt und einen sicheren und einfachen Betrieb ermöglicht. Für Testzwecke kann eisXen problemlos auch innerhalb einer VMware-Maschine eingerichtet werden.
Mit der Xen-Demo-CD und Xenoppix existieren außerdem zwei Live-CDs für installationsfreies Testen von Xen.
Die Xen-Entwickler-Community hat in nächster Zeit vor allem noch einige Detailarbeit zu bewältigen. Die Liste der Aufgaben erstreckt sich von der Fertigstellung der Management-API (CIM) über die native Integration von Infiniband bis hin zur Optimierung der virtuellen I/O- und Netzwerk-Schnittstellen bei vollständig virtualisierten Gästen wie Windows.
Das Wiki des Projekts gibt ausführlich Auskunft über die weiteren Pläne für Xen.