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SOA & BPM

Tibco präsentiert seine ActiveMatrix-Plattform

04.12.2006 um 15:30 Uhr
Produkt-Suite soll die Bereitstellung von Softwareservices in heterogenen IT-Umgebungen erleichtern.

Wer seine IT-Landschaft an den Vorgaben einer Service-orientierten Architektur (SOA) ausrichten will, wird sehr schnell mit dem Problem konfrontiert, dass er Softwareservices unterschiedlicher Herkunft wie etwa aus Java-EE- und .NET-Umgebungen kombinieren muss. Dieser nicht unerhebliche Aufwand hat in vielen SOA-Projekten so manchen Kompromiss zur Folge. Unter dem Namen "ActiveMatrix" bietet Tibco jetzt eine Produkt-Suite an, die der Hersteller auch als Service-Virtualisierungs-Plattform bezeichnet und die die Schaffung, Verteilung sowie Verwaltung von Services unabhängig von der jeweils zugrunde liegenden Programmiersprache erlauben soll. Die Basis für das Angebot bilden bestehende Tibco-Produkte wie dessen Enterprise Service Bus (ESB) "BusinessWorks" und aufgrund von OEM-Abkommen verwendete Lösungen wie die Systinet-Registry (HP/Mercury) und ein mit Amberpoint entwickelter Policy Manager.

ActiveMatrix umfasst zunächst drei Produkte. Herzstück ist das "Service Grid", ein so genannter Service Container, der in der aktuellen Version Ablaufumgebungen für Java und .NET unterstützt und schrittweise für Services auf Basis von C++, Perl, Ruby und Cobol erweitert werden soll. Entwickler haben die Möglichkeit, in diesen Sprachen komplett neue Services aufzusetzen oder bestehende, etwa auf einem Websphere- beziehungsweise Weblogic-Applikations-Server laufende Enterprise Javabeans als verwalteten Service in das Service Grid einzubringen. Das Produkt unterstützt JSR 208 (Java Specification Request) und die Spezifikationen der Service Component Architecture (SCA). Der ESB übernimmt die automatische Verteilung der Services auf die verschiedenen Maschinen und bietet darüber hinaus Funktionen für Load Balancing und Fehlertoleranz. Protokolle wie Soap over JMS, http, WS-Reliable Messaging oder das Tibco-eigene "Rendevous" lassen sich zur Laufzeit konfigurieren.

Zweites ActiveMatrix-Produkt ist die "Registry", ein zentral verwaltetes Repository für alle funktionalen und nichtfunktionalen Servicebeschreibungen. Hier lässt sich laut Hersteller ein hochskalierbarer Service-Index mit den entsprechenden Metadaten hinterlegen. Schließlich umfasst ActiveMatrix noch den Policy Manager, der Aufgaben wie Authentifizierung, Autorisierung, Verschlüsselung, Logging, Auditing und Service-Versionierung übernimmt, so dass diese Funktionen nicht eigens in jedem Service selbst programmiert sein müssen. (ue)



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