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SOA & BPM

In zehn Schritten zur SOA



10. Services orchestrieren

Fast jede SOA-Plattform bietet Methoden, um aus Services größere Anwendungen zusammenzufügen. Ob sie funktionieren, ist eine andere Frage. Um der SOA-Vision von prozessgestützten "Composite Applications" näher zu kommen, ist Service-Orchestrierung unabdingbar. In der Praxis verfolgen bislang nur wenige Unternehmen diesen Ansatz. Das liegt zum einen an der Komplexität des Vorhabens, zum anderen an den bislang eher bescheidenen SOA-Rollouts, die in der Regel auch ohne Service-Orchestrierung auskommen.

Der einzige verfügbare Standard in diesem Kontext heißt Business Process Execution Language (BPEL), obgleich klassische BPM-Lösungen schon seit Jahren proprietäre Orchestrierungsmodelle bieten. Doch BPEL allein scheint den Praxisanforderungen bislang nicht zu genügen.

Charles Stack, CEO des Registry-Anbieters Flashline, moniert, BPEL lasse menschliche Interaktionen außer Acht. Die Entscheidung, mit den Spezifikationen ausschließlich auf die Serviceorchestrierung zwischen Maschinen abzuheben, bezeichnet er als gravierende Schwäche: "Wir haben keine Kunden, die BPEL für etwas anderes als einfache experimentelle Zwecke einsetzen." Dies gelte selbst für fort- geschrittene Web-Services-Nutzer wie den Touristikdienstleister Sabre.

Abhilfe könnte eine Erweiterung schaffen, die IBM und SAP gemeinsam vorgeschlagen haben: BPEL4People. Ob sie SOA-Verantwortlichen das Leben leichter macht, lässt sich noch nicht beurteilen. In der Zwischenzeit könne es nicht schaden, sich mit proprietären BPM-Lösungen zu befassen, rät Scott Thompson, IT-Manager bei der Steuerberatungsgesellschaft H&R Block. In seinem Unternehmen habe der Einsatz von Tibcos BPM-Tool die Akzeptanz für SOA verbessert: "Bevor wir anfingen, Services zu einem Geschäftsprozess zu orchestrieren, konnte sich niemand so recht für SOA begeistern. Viele sahen darin ein IT-Projekt auf der unteren Ebene."



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