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SOA & BPM
Service-orientierte Architekturen

Red Hat JBoss fordert SOA-Schwergewichte heraus

19.02.2008 um 11:58 Uhr
Mit dem Open-Source-Paket "JBoss Enterprise SOA Platform" will Red Hat den etablierten Anbietern im SOA-Markt Paroli bieten.

Schon seit längerem positioniert sich Red Hat mit der zugekauften Softwareschmiede JBoss als Anbieter von quelloffenen Middleware-Produkten. Die JBoss Enterprise SOA Platform erweitert das Portfolio des Linux-Distributors um einen kompletten Softwarestack für Service-orientierte Architekturen (SOA). Nach Angaben von Red Hat vereint sie Möglichkeiten zur Integration von Anwendungen und Geschäftsprozessen in einer einzigen Enterprise-Distribution. Die Plattform nutzt dazu neben SOA-Techniken auch solche für Enterprise Application Integration (EAI), Business-Process-Management (BPM), Rules Management sowie Event-Driven Architecture (EDA).

"Mit Red Hats JBoss Enterprise SOA Platform können Unternehmen Applikationen und Services integrieren und Geschäftsprozesse einfacher, offener und kostengünstiger gestalten, als dies mit teuren, proprietären SOA-Plattformen aus einem Guss der Fall wäre", warb Red Hats Produkt-Manager Pierre Fricke für das Angebot. Die Plattform eigne sich für eine Reihe unterschiedlicher Einsatzszenarien, von kleinen Integrationsprojekten bis hin zu unternehmensweiten SOA-Initiativen. Red Hat greift dabei auf mehrere Open-Source-Projekte im SOA-Umfeld zurück.

Zu den Kernkomponenten der Plattform gehört der JBoss ESB (Enterprise Service Bus), der unter anderem Mediations- und Transformationsfunktionen sowie eine Registry zur Verfügung stellt. Mit JBoss jBPM deckt Red Hat die Anforderungen für das Orchestrieren von Services und das Workflow Management ab. Geschäftsregeln (Business Rules) können Unternehmen mit JBoss Rules in eine SOA einbinden. Das gesamte Paket lasse sich einfach installieren und benötige nur wenig Systemressourcen, erklärte Fricke.

Red Hat kooperiert darüber hinaus mit mehreren Spezialanbietern von SOA-Tools, darunter Active Endpoints, Amberpoint, Information Builders, SOA Software und Vitria Technology. Deren Systeme sollen sich auf einfache Weise mit der SOA-Plattform verknüpfen lassen. Für die JBoss Enterprise SOA Platform hat der Linux-Spezialist ein Abonnement-Modell entwickelt, das bis Ende Februar verfügbar sein soll. Dazu gehören beispielsweise Upgrade- und Update-Services, ein Portal für den Kunden-Support und die Dokumentation der Open-Source-Systeme.

Mehr zum Thema Service-orientierte Architekturen im SOA-Expertenrat der COMPUTERWOCHE. (wh)


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