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RFID

RFID - viel Zukunft, wenig Gegenwart



Item-Level-Tags noch Utopie

Technisch basieren die in Hannover gezeigten Zukunftszenarien auf der Funkfrequenz-Identifikation, englisch: Radio Frequency Identification (RFID). So wie die Metro sie präsentierte, funktioniert sie aber nur, wenn jeder einzelne Artikel mit einem Funketikett ("Tag") ausgestattet ist. Das ist angesichts der heutigen Chippreise allerdings noch eine Utopie.

Im "Extra Future Store" in Rheinberg, den die Metro Group seit knapp drei Jahren als Praxislabor betreibt, sind nach wie vor nur vier Produktgruppen auf Einzelartikel-Niveau gekennzeichnet: ein Haarshampoo von L?Oreal, Rasierklingen von Gillette, Frischkäse der Marke Philadelphia sowie Audio-CDs. Dass es noch nicht mehr sind, dürfte unter anderem an den hohen Kosten liegen: Auch ein Großabnehmer wie die Metro zahlt laut MGI-Geschäftsführer Wolfram derzeit 14 Euro-Cent für einen Chip. Mit einem massenhaften "Item-Level-Tagging" rechnet der RFID-Experte deshalb frühestens in zehn Jahren.

Auf der CeBIT-Präsentation nur angedeutet wurde der Einsatz der RFID-Technik in Logistik, Lagerhaltung und Bestandsführung. Hier erprobt die Metro Group derzeit mit 40 ihrer Lieferanten die Funkchip-Auszeichnung auf Palettenebene. Noch im Laufe dieses Jahres soll der Test auf Umverpackungen ausgedehnt werden, so Wolfram.

Neue Chips und Lesegeräte

Den vollmundigen Ankündigungen zufolge hätten eigentlich schon zweieinhalbmal so viele Zulieferer an dem Feldversuch teilnehmen sollen. Wolfram begründet die Abkehr vom ursprünglichen Zeitplan mit dem derzeitigen Generationswechsel bei Chips und Lesegeräten. Unter dem Schlagwort "Gen 2" hat die Standardisierungsorganisation EPCglobal vor kurzem eine neue Ausführung des Electronic Product Code (EPC) spezifiziert, die deutlich mehr Informationen bietet und weltweit einsetzbar ist. Diese Vorteile bedingen jedoch einen Wechsel der Speicherchips und Lesehardware.



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