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RFID

Datenschutz ist Pflicht

24.02.2006
Autor(en): Joachim Schrey, Dr. Joachim Schrey ist Rechtsanwalt und Partner bei Clifford Chance in Frankfurt am Main..
Wer RFID-Informationen weiterverwenden will, muss die rechtlichen Vorgaben beachten.

Hier lesen Sie ...

  • wann der RFID-Einsatz rechtlich relevant ist;

  • welche Strafen bei Verletzungen des Datenschutzrechts drohen;

  • wie sich die Unternehmen dagegen absichern können;

  • welche Details dabei zu beachten sind.


Die Radio Frequency Identification (RFID) ist in die Kritik von Datenschutzexperten geraten. Eine aktuelle Bestandsaufnahme zeigt, dass der Datenschutz auf vielen Einsatzfeldern von RFID-Chips keine Rolle spielt. Doch es gibt einige signifikante Ausnahmen.

Bevor der Handel den Kunden durchleuchten darf, muss er dessen ausdrückliche Einwilligung einholen.
Bevor der Handel den Kunden durchleuchten darf, muss er dessen ausdrückliche Einwilligung einholen.

Datenschutzrechtlich irrelevant sind die RFID-Chips, wenn sie - wie im Allgemeinen schon die Barcodes - nur auf Verpackungen, Paletten oder Gitterboxen, Gepäckstücken oder Paketen in Flughäfen und Frachtzentren angebracht werden, ohne dass damit die Identifikation einer natürlichen Person möglich oder verbunden ist. Die dabei ausgelesenen Daten sind hier ausschließlich gegenstandsbezogen und lassen sich rechtlich den Unternehmen zuzuordnen, die als Eigner der jeweiligen logistischen Prozesse fungieren.

Weitreichende Perspektiven

Doch technisch ist es heute schon möglich, mit Hilfe von RFID-Chips personenbezogene Daten zu erheben und über die ursprünglichen Zwecke hinaus zu verwenden. Auf der Grundlage von Barcodes lassen sich lange schon Produkt- mit Kundendaten automatisiert verknüpfen. Allerdings müssen Barcodes stets neu eingelesen werden, wobei das Risiko von Fehlerkennungen besteht. Bei der RFID-Technologie mit ihren quasi sprechenden Chips hingegen entfallen der Lesevorgang und die Umsetzung des dabei erzeugten optischen Bildes in verarbeitungsfähige Daten. Die von RFID-Chips ausgesendeten Daten lassen sich unmittelbar in IT-Systemen verarbeiten. Und anders als beim Lesen von Barcodes ist es bei RFID-Chips auch nicht mehr notwendig, dass eine Sichtbeziehung zwischen Barcode und Lesegerät besteht.



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