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RFID

Pilotprojekte: RFID schlägt Barcode



Erst kalkulieren, dann testen

Als Testumgebung dienten die Hapagfly-Strecken zwischen Hannover, Stuttgart und Palma de Mallorca. Die Annahme war, dass die drei Flughäfen in ihren Systemen für die Gepäckabfertigung neben Barcode-Scannern auch RFID-Reader einsetzen. Ferner sollte es auf der Streckenführung mindestens einen Hub (Stuttgart im Winterflugplan) geben, an dem Gepäck zwischen Maschinen anderer Fluggesellschaften umzuladen ist.

Die Studie Hannover/Hapagfly

Die Machbarkeitsstudie von Hapagfly und dem Flughafen Hannover zeigte:

  • Die Kosten, ab denen RFID sich für Fluggesellschaften oder Flughäfen lohnt, lassen sich ermitteln;

  • Die Investitionsrentabilität variiert stark - abhängig von der Performance der Fluggesellschaft oder des Flughafens - in Bereichen wie: Anzahl der fehlgeleiteten Gepäckstücke je 1000 Passagiere, Kosten der Fluggesellschaft oder des Flughafens für die Verarbeitung und Zustellung fehlgeleiteter Gepäckstücke, Barcode-Leseraten sowie den Kosten für RFID-Tags.

  • Hub-orientierte Fluggesellschaften und Flughäfen, Gesellschaften mit einem hohen Anteil von fehlgeleitetem Gepäck, hohen Kosten für fehlgeleitetes Gepäck oder einer relativ niedrigen automatisierten Barcode-Leserate können am meisten von einem RFID-System profitieren.

  • Mittelgroße Fluggesellschaften sowie Flughäfen mit einem Schwerpunkt auf Direktverbindungen und begrenztem Transferumfang werden beim derzeitigen Preisniveau für Tags ihre Investitionen in RFID wahrscheinlich nicht schnell wieder hereinbekommen.


Um die Wirtschaftlichkeit der Abläufe zu messen, nutzte die Studie beispielsweise die Parameter "Kosten pro fehlgeleitetes Gepäckstück" und deren Zahl "pro tausend Passagiere" oder das "Passagieraufkommen". Berücksichtigt wurden dabei die Kennzahlen und Erfahrungen aus den genannten Projekten der Luftfahrtindustrie sowie die individuellen Betriebs- und Investitionskosten des Flughafens Hannover und von Hapagfly.



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