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Novell gegen Red Hat

Wer hat den besseren Linux-Server?

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von Markus Franz, freier Autor für IT-Infrastruktur und Geschäftsführer der Sugoma KG in Jena
Novell und Red Hat sind die wichtigsten Anbieter professioneller Linux-Distributionen. Die COMPUTERWOCHE hat die aktuellen Versionen Suse Linux Enterprise Server 10 mit Service Pack 2 und Red Hat Enterprise Linux 5.2 auf ihre Praxistauglichkeit getestet.

Neben den unzähligen kostenfreien Linux-Distributionen hat sich seit der Jahrtausendwende ein wachsender Markt für Linux-Pakete mit kommerziellem Support gebildet: Unternehmen brauchen Garantien, wenn sie Linux als Betriebssystem-Plattform einsetzen. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass Sicherheits- und Produkt-Updates eine gewisse Mindestzeit für das Produkt bereitstehen und Supportanfragen bei Problemen schnell beantwortet werden. Für dieses Marktsegment haben Novell (nach der Übernahme von Suse), Red Hat, Mandrake und Canonical spezielle Angebote im Programm.

Jedes Unternehmen kann gegen eine Jahresgebühr ein Supportabonnement erwerben. In unterschiedlich abgestuften Paketen erhalten die Kunden zuverlässige Unterstützung vom Linux-Distributor. Die kleineren Anbieter Mandrake und Canonical konnten sich bisher nur in geringem Umfang durchsetzen. Novell und Red Hat sind dagegen weit verbreitet und bieten speziell gehärtete Linux-Systeme an, die sich durch längere Release-Zyklen und konsequente Stabilität von den freien Alternativen Fedora und OpenSUSE unterscheiden.

Suse Linux Enterprise in Kürze

Der Suse Linux Enterprise Server wird komfortabel mit Yast2 installiert.
Der Suse Linux Enterprise Server wird komfortabel mit Yast2 installiert.

Novell, lange für eine etwas angestaubte Produktpalette bekannt, hat sich im Jahr 2003 den Nürnberger Linux-Distributor Suse Linux AG einverleibt. Mit der innovativen Produktreihe wurde Novell auf einen Schlag zum wichtigen Anbieter quelloffener Systemlösungen neben Red Hat. Während Red Hat in Nordamerika einen besseren Stand hat, ist Suse vor allem in europäischen Unternehmen stark präsent.

Auf Basis von OpenSUSE entwickelt Novell regelmäßig die Produkte Suse Linux Enterprise Server (SLES) und Suse Linux Enterprise Desktop. Alle 24 bis 36 Monate gibt es zunächst eine neue Hauptversion für den Server, in die grundlegende Features eingearbeitet werden. Wenige Monate später folgt dann der Enterprise Desktop. Zwischen den Major Releases veröffentlicht Novell Service Packs in einem Rhythmus von neun bis zwölf Monaten. Mit diesen Anpassungen halten neue Technologien oder wichtige Anpassungen in die Produkte Einzug. Gleichzeitig integriert Novell den SLES in den Novell Open Enterprise Server, mit dessen Hilfe Netware-Kunden zum Einsatz von Linux bewegt werden sollen.


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