computerwoche.de
Newsletter  |   CW-TV  |   Bilder-Galerien  |   Blogs & Forum  |   CW mobil  |   RSS  |   Aboshop


Open Source
Linux auf dem Desktop

IBM sagt Microsoft den Kampf an

07.08.2008 um 11:37 Uhr
Autor(en): Wolfgang Herrmann.
Gemeinsam mit Linux-Anbietern wie Red Hat und Novell will IBM Business-PCs von Microsoft Windows und Office befreien.

Auf der Fachkonferenz LinuxWorld in San Francisco kündigte IBM an, Teile seiner Middleware künftig vorinstalliert mit populären Linux-Distributionen auszuliefern. Dabei geht es vor allem um das Collaboration-Paket Lotus Foundations, das Lotus Notes, Sametime und Symphony enthält. Eigenen Angaben zufolge hat IBM die Systeme für den Einsatz auf Linux-Desktops angepasst. Die Collaboration-Suite soll sich damit leichter und kostengünstiger einrichten lassen. Der IT-Konzern kooperiert dazu unter anderem mit Novell Suse, Red Hat und Ubuntu.

Angesichts der geringen Akzeptanz von Windows Vista könne die einfache Verfügbarkeit von Collaboration-Tools Unternehmen dazu bringen, auf Linux zu wechseln, erklärten IBM-Manager auf einer Pressekonferenz. Mit Linux als "Low-Cost-Betriebssystem" hoffen die Strategen zudem, Microsofts Vormachtstellung im Markt für kleine und mittlere Unternehmen zu brechen. Die Windows-Company verzeichnet hier insbesondere mit dem Small Business Server (SBS) Erfolge. "Bisher gab es in diesem Segment jenseits von SBS keine Auswahlmöglichkeiten", erläuterte Jeff Smith, Vice President für den Bereich Open Source und Linux-Middleware bei IBM. Mit Hilfe der Linux-Kooperationen versucht der Hersteller nun verstärkt, seine Domino-Server-Produkte im Mittelstand zu positionieren. Ein schlagkräftiges Argument für diese Klientel sieht Smith in der einfachen Installation, die sich mit wenigen Mausklicks erledigen lasse.

Die IBM-Software soll es künftig auch im Paket mit Suse Linux Enterprise Server 10 oder Ubuntu Linux geben. Canonical, der kommerzielle Sponsor des Ubuntu-Projekts, will Middleware-Komponenten wie Lotus Notes außerdem über separate Downloads verfügbar machen. Laut Smith wird die angepasste Version von Lotus Foundations noch im laufenden Jahr auch zusammen mit dem Apple-Betriebssystem Mac OS ausgeliefert. IBM kooperiert darüber hinaus mit Hardwareanbietern, um seine Collaboration-Software auch auf Linux-basierenden Appliances vorzuinstallieren.

Neben dem Engagement für Desktop-Systeme will IBM die Open-Source-Community künftig auch beim Thema Supercomputing unterstützen. In diesem Kontext präsentierte der IT-Konzern den HPC Open Source Software Stack, der unter anderem das "Extreme Cluster Administration Toolkit" enthält.



Seite: 1



Leserkommentare 
(1 Beitrag), 
Kommentieren
ggamauf
CAC (Computer Aided Collaboration) auf höchstem Niveau gibt&s gratis. Ganz ohne (bestimmtes) Betriebssystem, ganz ohne eigenen Platten-space und Datensicherung. Sicher und bequem! zum Beitrag


Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.


Neu im Virtual Data Center
Virtual Data Center
Welchen Einfluss hat die Software auf den Energiebedarf eines Computersystems? Anhand von Programmen aus dem Bereich Linux und Open Source lassen sich Spareffekte besonders gut nachvollziehen.

Offene Software ist grüner
OPEN SOURCE: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Die Zukunft von Open Source Die Zukunft von Open Source Quelloffene Software dringt in alle Bereiche der Unternehmens-IT vor, prognostizieren US-Marktforscher weiter
Best of Open Source: Collaboration Best of Open Source: Collaboration Wikis, Blogs, Social Software - die COMPUTERWOCHE stellt die besten Open-Source-Produkte für Collaboration-Aufgaben vor. weiter
Ubuntu 8.04 im Test Ubuntu 8.04 im Test Die populäre Linux-Distribution bietet eine Langzeitunterstützung mit GNOME Sicherheits-Updates und Fehlerbereinigung für die nächsten drei Jahre. weiter
Wie gut sind Linux-Desktops? Wie gut sind Linux-Desktops? In der Unternehmens-IT kommt Linux auf Arbeitsplatzrechnern nicht richtig in Fahrt  weiter
OpenSUSE 11.0 im Test OpenSUSE 11.0 im Test Das neue Major Release der Linux-Distribution bringt eine Reihe von Verbesserungen für professionelle und private Nutzer. weiter
Die Zukunft von Open Source Best of Open Source: Collaboration Ubuntu 8.04 im Test Wie gut sind Linux-Desktops? OpenSUSE 11.0 im Test
  • Top geklickt
  • Top verlinkt
  • Whitepaper
Computerwoche TV Frage der Woche

Wie wirkt sich die Übernahme von Bea durch Oracle auf die Kunden von Bea aus?

TESTEN SIE IHR WISSEN KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
Neu: SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security