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Grundlage für Novell Enterprise Linux

OpenSUSE Linux 11.0 mit KDE 4 im Kurztest

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von Markus Franz, freier Autor für IT-Infrastruktur und Geschäftsführer der Sugoma KG in Jena

Virtualisierung inside: Xen oder VirtualBox

Mit VirtualBox können Benutzer auch andere Betriebssysteme unter OpenSUSE laufen lassen.
Mit VirtualBox können Benutzer auch andere Betriebssysteme unter OpenSUSE laufen lassen.

Mit Xen 3.2.1 und VirtualBox 1.5.6 sind auch aktuelle Lösungen zur Virtualisierung Bestandteil von OpenSUSE. Insbesondere VirtualBox erfordert aber einiges Nacharbeiten, damit die Installation auch läuft: Der Kerneltreiber liegt zwar nach der Installation auf der Festplatte, muss aber manuell eingebunden werden. Für alltägliche Arbeiten haben die Entwickler Firefox 3.0 und OpenOffice 2.4 beigelegt. Auffällig am neuen OpenSUSE ist, dass die Designer auch bei den Splash-Screens zugeschlagen haben: Gimp, OpenOffice und viele andere Anwendungen haben einen einheitlichen dunkelgrauen Startbildschirm erhalten.

Überarbeitet: die Paketverwaltung

Viele Anwender wechselten nicht zuletzt deshalb zu anderen Linux-Distributionen, weil in Vorgängerversionen von OpenSUSE eine mangelhafte Paketverwaltung enthalten war. Mit OpenSUSE 11.0 hat Novell dieses Manko ausgemerzt: Die Softwareverwaltung in der Distribution wurde radikal verändert. Statt der gewohnten XML-Dateien, die Metadaten für rpm (yum) enthalten, gibt es nun das neue wörterbuchbasierende SOLV-Format. Dadurch reduziert sich die Größe des Paketdepots auf etwa ein Drittel - was zu spürbar besserer Leistung führt.

Gleichzeitig wird nun zypp als grafische Oberfläche für die Paketverwaltung verwendet. Mit PackageKit steht zudem eine Schnittstelle bereit, die von vielen Systemverwaltungswerkzeugen (auch Novell ZenWorks) angesteuert werden kann. Schon zum Erscheinen der Distribution gibt es auch eine ganze Reihe an Community-Repositories, die neben der Software auf DVD oder CD zahlreiche andere Programme enthalten. OpenSUSE kann nun komfortabel mit solchen externen Quellen umgehen. Nützlich wird das zum Beispiel, wenn man sich für KDE 4 eine eigene Paketquelle anlegt. Dann erhält man automatisch immer die neueste Version des Desktop.

Auch wenn die Softwareverwaltung mit Yast recht ähnlich aussieht, wurde sie optisch runderneuert und fügt sich besser in das neue Gesamtkonzept von OpenSUSE ein. Yast zur Systemverwaltung gibt es nun sogar in zwei Ausgaben: Die Qt-Version ist für KDE ausgelegt. Dagegen integriert sich die Gtk-Version am besten in den Gnome-Desktop. Unangenehm fällt immer noch auf, dass die Softwareverwaltung in Yast ständig die Paketquellen aktualisiert. Das kostet unnötig Zeit.


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