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Trotz solcher Vorzüge haben die wenigsten Unternehmen den Community-Gedanken hinter der Open-Source-Entwicklung verinnerlicht. Vor allem große IT-Organisationen konsumierten zwar teilweise in erheblichem Umfang quelloffene Software, beobachtet Forrester. Doch nur ein sehr geringer Anteil gebe der Open-Source-Gemeinde auch eigenentwickelten Code zurück. Für solche Großanwender ständen andere Aspekte im Vordergrund, beispielsweise der Aufbau interner Support-Teams oder verlässliche Vereinbarungen mit Integrationspartnern.
Das Thema Open-Source auf Desktop-Systemen bereitet professionellen Anwender nach wie vor Kopfzerbrechen. In den wenigen bekannten Umstellungsprojekten hätten die Verantwortlichen häufig mit Problemen zu kämpfen, so die Forrester-Experten. So habe sich etwa die Umstellung von Microsoft-Productivity-Werkzeugen auf quelloffene Alternativen schwieriger gestaltet als angenommen, berichtete ein IT-Verantwortlicher eines Großunternehmens. Trotzdem wagen sich viele lokale und staatliche Behörden in Europa mittlerweile auch an Desktop-Migrationen. Ein prominentes Beispiel liefert das Linux-Projekt der Stadt München. Forrester führt diese Entwicklung auch auf Forderungen der EU-Kommission nach einem verstärkten Einsatz von Open-Source-Software zurück.