Öffentlich bekannt wurde der Deal erst durch ein Blog-Posting des ehemaligen Linspire-Chefs Kevin Carmony. Xandros-CEO Andreas Typaldos bestätigte die Übernahme. Für Xandros gehe es in erster Linie darum, die Produktpalette auch für Enterprise-Kunden attraktiver zu machen, begründete er den Schritt. Bis dato konzentrierten sich sowohl Linspire als auch Xandros auf einfach installierbare und benutzbare Linux-Distributionen.
"Mit der Übernahme von Linspire will Xandros seine Marktposition gegenüber Red Hat, Novell Suse und Microsoft stärken", kommentierte Vince Londini vom Analystenhaus Info-Tech Research. Er schloss weitere Zukäufe nicht aus. Vor einem Jahr übernahm Xandros den Open-Source-Anbieter Scalix, der vor allem für seine Groupware-Suite Scalix bekannt ist. Bereits im Jahr 2001 hatte Xandros die Linux-Sparte von Corel gekauft. Den deutschen Markt betrat Xandros erst im Jahr 2005 mit der benutzerfreundlichen Linux-Distribution "Xandros Desktop 3.1". Später kamen auch Server-Versionen des Systems hinzu.
Linspire firmierte früher unter dem Namen Lindows. Nach einem Rechtsstreit mit Microsoft musste sich der Linux-Spezialist einen anderen Namen geben.