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Open Source

Die Zukunft von Open Source



Master Brands entstehen

Im Zuge der Veränderungen durch Open-Source-Software halten IT-Verantwortliche verstärkt Ausschau nach so genannten Master Brands, lautet eine weitere Prognose. Saugatuck versteht darunter Hersteller und Serviceanbieter, die ein bestimmtes Marktsegment dominieren. Sie sollen Anwenderunternehmen die Open-Source-Software und komplette Lösungen zur Verfügung stellen. Auf quelloffene Software spezialisierte Master Brands wie Red Hat oder MySQL gibt es derzeit nur wenige, führen die Studienautoren aus. Im Vergleich zu den traditionellen Master Brands fehle es ihnen an Reichweite. Die etablierten "IT Master Brands", unter ihnen HP, IBM, Oracle, Novell und sogar Microsoft, investierten zwar viel in die Entwicklung und Vermarktung quelloffener Software. Allerdings habe sich noch keiner dieser Anbieter zu einem dominierenden Player im Open-Source-Markt gemausert.

Andere Masterbrands sehen die Analysten im SaaS-Segment entstehen. Zu ihnen zählen beispielweise Salesforce.com oder SugarCRM. Auch sie bauen immer häufiger quelloffene Komponenten in ihre Plattformen ein, haben aber noch keine überragende Marktstellung erreicht. Dass sich im Open-Source-Umfeld über kurz oder lang weitere Masterbrands etablieren, hält Saugatuck für ausgemacht. Wegen der reduzierten Kosten und Entwicklungszeiten winke den Anbietern ein profitables Geschäft, das sich kaum einer entgehen lassen wolle.

Fazit

Open-Source-Software ist bereits in mehr als 80 Prozent der Unternehmen weltweit im Einsatz, resümieren die Analysten. Für IT-Zentren und in der Anwendungsentwicklung offeriere der Lamp-Stack - Linux, Apache, MySQL und Perl/PHP - eine kostengünstige und verlässliche Alternative zu kommerziellen Produkten. Ähnliches entwickle sich im Bereich der Enterprise-Anwendungen, wenn quelloffene Systeme dazu genutzt werden, um SaaS-Lösungen zu etablieren. Beispiele dafür liefern SugarCRM, OpenBravo, JasperSoft oder OpSource. Hinzu kommt eine Reihe populärer Desktop-Anwendungen wie Firefox oder OpenOffice.org.

In der Summe bildeten diese Systeme ein breites und wettbewerbsfähiges Angebot, das die traditionellen IT-Anbieter erheblich unter Druck setze. Doch damit nicht genug: Anwenderunternehmen bauten immer öfter Open-Source-Komponenten in ihre hergebrachten Systeme ein. Das Gleiche erwarteten sie von ihren Lieferanten. Ziehen diese nicht mit, verlieren sie Marktanteile, prognostiziert Saugatuck. Vor diesem Hintergrund sei es nur eine Frage der Zeit, bis sich Open-Source-Komponenten in sämtlichen kommerziellen Softwareangeboten wiederfänden.



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