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Notebook & PC

Sicherheitsrisiko Notebook

Anwender schlampen bei Sicherheit

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von Martin Bayer, COMPUTERWOCHE-Redakteur
Immer weniger User kümmern sich um die Sicherheit der ihnen anvertrauten Daten. Gerade im mobilen Bereich klaffen gewaltige Lücken.

"Mitarbeiter stehen unter dem Druck, in höchstem Maße mobil und produktiv zu sein", erläutert Larry Ponemon, Gründer und Leiter des gleichnamigen Marktforschungsinstituts, die Lage der "Mobile Workforce". Nur die wenigsten würden ausreichend darin geschult, welche Risiken Mobilrechner mit sich brächten. "Die Mitarbeiter tragen Daten herum, ohne wirklich zu verstehen, welche Folgen es hat, wenn diese verloren gehen oder gestohlen werden."

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Das Ponemon Institute hat fast 1000 Anwender befragt, wie sie mit dem Thema mobile Sicherheit umgehen. 58 Prozent erklärten, sie fühlten sich von ihrem Arbeitgeber nicht ausreichend informiert. Von denen, die glaubten im Bilde zu sein, halten 57 Prozent die vorhandenen Richtlinien für unzureichend und wenig effektiv. Beide Faktoren, die Unwissenheit über Security-Regeln sowie deren Mängel, führen dazu, dass die Sicherheit nicht gewährleistet ist.

Security-Policies werden ignoriert

Beispielsweise gaben 69 Prozent der befragten Anwender an, vertrauliche Firmendaten auf Wechselspeicher wie USB-Sticks zu kopieren. 48 Prozent verstoßen damit wissentlich gegen die Security-Policy ihres Arbeitgebers. Das kann böse Folgen haben: 43 Prozent der Befragten räumten ein, schon einmal ein Datenmedium mit Firmeninformationen verloren zu haben. Fast drei Viertel der sorglosen Mitarbeiter zogen es vor, dies nicht ihrem Vorgesetzten zu beichten.

Nicht nur Wechselspeicher gehen verloren. Eine Studie von Ponemon aus dem vergangenen Jahr ergab, dass auf den 114 größten Flughäfen in den USA, Europa, dem Nahen Osten und Afrika (Emea) jährlich über 800.000 Notebooks abhanden kommen. Wöchentlich gehen fast 3800 Mobilrechner allein auf den acht größten Flughäfen in der Region Emea verloren beziehungsweise werden gestohlen. An der Spitze liegen London Heathrow und Schiphol in Amsterdam mit 900 beziehungsweise 750 Abgängen pro Woche. Vergleichsweise gut schneiden die deutschen Airports ab: In Frankfurt am Main und München verschwinden in einer Woche 300 beziehungsweise 175 Mobilrechner.

Auch im Taxi ist die Gefahr groß, den mobilen Rechenbegleiter zu vergessen. Beispielsweise haben Londoner Taxifahrer innerhalb eines halben Jahres rund 3000 vergessene Notebooks und etwa 900 USB-Sticks in ihren Autos gefunden, meldete das mittlerweile zu Checkpoint gehörende Sicherheitsunternehmen Pointsec Mobile Technologies. Die Dunkelziffer dürfte um einiges höher liegen.

Experten mutmaßen, dass die Hektik, einen Flug nicht zu verpassen oder den nächsten Termin noch zu schaffen, dazu führt, dass die Geräte irgendwo liegen bleiben oder unbeaufsichtigt einem Langfinger in die Hände fallen. Außerdem müssten Reisende neben ihrem Gepäck oft verschiedene Geräte im Blick behalten.


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(1 Beitrag), 
Kommentieren
Rebell
Das Problem sitzt vor dem Rechner. Eine Notebook-Flotte zu administrieren ist oft schwieriger als einen Sack Flöhe zu hüten. Und das liegt nicht an der Technik, sondern an der Tatsache wie sorglos die Anwender mit den Geräten umgehen. Die Kinder surfen mit den Maschinen im Netz oder es werden irgendwelche Tools installiert. Gar nicht zu reden davon, wie oft ein Rechner irgendwo liegen bleibt oder gestohlen wird. Und sobald man versucht, im Sinne der Sicherheit das Handling restriktiver zu gestalten, geht das Gejammer los. Es wird wirklich Zeit, dass die Mitarbeiter begreifen, welches Risikopotenzial sie tagtäglich mit sich herumschleppen und endlich ein bisschen Sensibilität für Security entwickeln. zum Beitrag


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