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Notebook & PC
Notebook 2010

AMOLED-Displays mögen Berührungen

04.12.2008 um 09:20 Uhr
Autor(en): pte pte.
Mit AMOLED drängt eine neue Technologie auf den Display-Markt. Sie soll sich gut für kapazitive Touchscreens eignen.

Aktiv-Matrix-OLEDs (AMOLEDs) steht der Sprung zur Mainstream-Displaytechnologie bevor, ist Woo Jong Lee, VP Mobile Display Marketing beim Bildschirm-Hersteller Samsung SDI, überzeugt. "Im Jahr 2010 wird der Gewährleistungszeitraum gegen Bild-Einbrennen 2.000 Stunden überschreiten, und diese Panels werden für Notebooks verfügbar sein", zitiert ihn das Technikportal Tech-On. Dass die AMOLED-Technologie große Displays erobern wird, bestätigt auch Michael Wöginger, Vorstand der Actron AG, einem deutschen Vertriebshandel für elektronische Bauteile. "Wir konnten in diesem Jahr auf großen Messen in Deutschland bereits 7,6-Zoll-Panels des taiwanesischen Herstellers CMEL präsentieren", meint er im Gespräch mit pressetext. Kommendes Jahr sollen noch größere Displays folgen.

AMOLED-Displays haben Lee zufolge eine Reihe von Qualitäten, die sie für Mobilgeräte bis hin zum Notebook-Format attraktiv machen. Dazu zählen eine große Spannbreite bei der Betriebstemperatur, eine relativ geringe Umweltbelastung und ein hohes Recyclingpotenzial. Wichtig sei auch, dass die Panels gut zur Touchscreen-Technologie kompatibel sind. "Wir werden ab nächstem Jahr alle AMOLED-Displays mit kapazitiver Touch-Technologie anbieten", sagt wiederum Wöginger. Dafür seien die Panels tatsächlich sehr gut geeignet, während bei resistiver Touch-Technologie die relativ hohen Transmissionsverluste ein Problem darstellen könnten. Einen weiteren Vorteil der AMOLED-Technologie ortet er beim Stromverbrauch, der geringer sei als bei der TFT-Technologie.

Ein von Kathodenstrahlbildschirmen und Plasma-Geräten bekannter Effekt ist das Einbrennen von Bildern, die lange unverändert angezeigt werden. Hier sieht nicht nur Samsung SDI wesentliche Fortschritte im OLED-Bereich. "CMEL sagt offiziell, dass das bei AMOLEDs kein Problem mehr ist", so Wöginger. Auch beim Preis rechnen die Experten mit Bewegung. "Noch gibt es relativ hohe Ausfallsraten in der Produktion", meint der Actron-Vorstand. Wenn die Hersteller das in den Griff bekommen, sei die Fertigung theoretisch sogar günstiger als bei TFT-Bildschirmen. Im Vergleich zu klassischen LEDs-Panels wird der Preis von AMOLED-Displays bis 2015 nur noch um etwa zehn Prozent höher liegen, erwartet wiederum Lee.

"Wir erwarten, dass OLED-Panels mit fünf Zoll und mehr 2009 oder 2010 zum Mainstream-Produkt werden", meint Lee. Für 2015 prognostiziert der Samsung-SDI-VP, dass bereits 28 Prozent aller Notebooks OLED-Panels nutzen werden. Dafür, dass AMOLED-Displays bei Notebooks bald größere Verbreitung finden, spricht Wöginger zufolge auch die Roadmap der Chi-Mei-Optoelectronics-Tochter CMEL. Das Unternehmen plane für das erste Quartal 2009 ein Elf-Zoll-Display sowie ein 12,1-Zoll-Modell im weiteren Jahresverlauf. (pte)



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