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Notebook & PC
Linux droht

Netbook-Boom macht Microsoft zu schaffen

07.11.2008 um 08:05 Uhr
Der boomende Markt mit abgespeckten Mini-Notebooks könnte sich für Microsoft zu einem ernsten Problem auswachsen.

Nach Schätzungen des weltgrößten Softwareherstellers Microsoft läuft ein Windows-Betriebssystem auf lediglich 70 Prozent der aktuellen Netbook-Modelle. Bei den Desktop-PCs beherrschen Microsofts Betriebssysteme dagegen mit einem Anteil von rund 90 Prozent den Markt. "Noch vor einem Jahr hatten wir keine klare Strategie für den Markt der Netbooks", sagte Cathy Yeh, Microsoft-Sprecherin in Taipei (Taiwan), der Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Auch für Kinder gibt es schon Netbooks. Hier ein 7 Zoll Modell.
Auch für Kinder gibt es schon Netbooks. Hier ein 7 Zoll Modell.

Das neue Segment der abgespeckten Mini-Laptops gilt inzwischen als wichtiger Umsatztreiber im Markt für Personal Computer - mit steigender Tendenz. Beobachter gehen davon aus, dass es bei den Kunden vor allem wegen der unsicheren Wirtschaftslage weiter an Attraktivität gewinnen wird. Asus hatte Ende vergangenen Jahres mit seinem ersten EeePC das neue Geräte-Segment eröffnet. Es hatte mehrere Monate gedauert, bis ein erstes Gerät mit vorinstalliertem Windows-Betriebssystem verfügbar war.

Die sogenannten Netbooks sind minimal ausgestattet und kosten deutlich unter 500 Euro. Statt auf das speicherhungrige Windows Vista zu setzen, statteten viele Hersteller ihre Geräte mit dem Betriebssystem Linux aus. Der taiwanesischen Beratungsfirma CLSA zufolge muss ein Hersteller pro Gerät für Linux rund fünf Dollar Kosten einplanen, gegenüber 40 bis 50 Dollar für Windows XP und rund 100 Dollar für Windows Vista.

"Wenn Hersteller für ihre Geräte Windows nutzen wollen, dann entscheiden sie sich in der Regel für eine ältere und günstigere Version des Betriebssystems", sagte Dickie Chang, Analyst bei IDC in Taipei. "Das ist eine wirkliche Herausforderung für Microsoft." Der Vista-Nachfolger Windows 7 werde jedoch besser auf die Netbooks passen, sagte Microsoft-Manager Jon DeVaan. "Die Leute werden positiv überrascht sein." Microsoft habe mit dem neuen Betriebssystem gute Arbeit gemacht. (dpa/ajf)

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