Das Management und die Pflege großflächiger PC-Landschaften fressen aus Sicht der Intel-Verantwortlichen einen großen Teil des verfügbaren IT-Budgets. Angesichts der wachsenden Zahl an Sicherheitsbedrohungen und der Notwendigkeit, die Ausfallzeiten der Systeme möglichst gering zu halten, stiegen die Herausforderungen für die IT-Verantwortlichen. Durch die Automatisierung der PC-Wartung und -Reparatur könnten Unternehmen ihre eigenen IT-Abteilungen entlasten, wirbt Gregory Bryant, Vice President und General Manager von Intels Digital Office Platform Division, für die neue vPro-Technik. Darüber hinaus ließe sich damit die Produktivität der Mitarbeiter erhöhen, da sich die Ausfallraten durch die verbesserte PC-Wartung verringerten.
Intel arbeitet seit nunmehr drei Jahren an seiner vPro-Technik. Die mittlerweile dritte vPro-Generation, die der Halbleiterhersteller unter dem Codenamen "McCreary" entwickelt hat, basiert auf den Intel-Prozessoren der Core-2-Quad- und Core-2-Duo-Familien, dem neuen "Q45"-Express-Chipsatz sowie dem "82567LM" Gigabit Netzwerk-Controller. Für die Wartungsfunktionen setzt Intel seine "Active Management Technology" in der Version 5.0 ein, die Sicherheit soll das im Chipsatz integrierte "Trusted Platform Module" (TPM) gewährleisten.
Die aktuelle vPro-Plattform in der Version 2007, Code-Name "Weybridge", basiert auf den vPro-zertifizierten Prozessoren Core-2-Duo und Core-2-Quad-Pendants mit Trusted Execution Technology (TXT) und dem externen Trusted-Platform-Module (TPM 1.2). Als Chipsatz kommt in den vPro-2007-Rechnern der "Q35" und "ICH9DO" zum Einsatz. Dieser beinhaltet einen speziellen Gbit-Ethernet-MAC, der gemeinsam mit einem externen PHY-Baustein und entsprechender Firmware über umfangreiche Remote-Management-Funktionen verfügt.
Mit der vPro-Technologie lassen sich abgeschaltete PCs, wie bereits bei Wake on LAN, über das Netz booten. Zusätzlich kann ein vPro-Remote-PC über einen IDE-Redirect beispielsweise eine CD-ROM im Laufwerk des Netzwerkadministrators als Boot-Medium nutzen. Darüber hinaus lassen sich selbst Rechner mit komplett zerstörtem Betriebssystem per Remote-Zugriff administrieren und reparieren. Zusätzlich erfolgt die Kommunikation über einen TPM-Baustein verschlüsselt, so dass eine Fernwartung von sensiblen IT-Systemen ohne Sicherheitsbedenken über das Internet möglich ist. Dieses Konzept des Remote-Managements bezeichnet Intel als IAMT (Intel Active Management Technology).
Aktuell stellt Intel die dritte Generation von vPro mit dem Code-Namen McCreary vor. Das Herzstück bildet der "Eaglelake"-Chipsatz mit dem Q45- und dem ICH10DO-Chips sowie dem 82567LM-Gigabit-Netzwerk-Baustein. Neu bei vPro 2008 ist die AMT-5.0-Unterstützung, die erweiterte Sicherheitsfunktionen bietet. Ein Trusted-Platform-Module (TPM) ist bei McCreary direkt im Chipsatz integriert, wodurch ein extra Chip entfällt. Die mit 45-nm-"Penryn"-Prozessoren ausgestattete Plattform erfüllt laut Intel außerdem die Energy-Star-4.0-Anforderungen.