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Notebook & PC
PC-Ersatz

17-Zoll-Notebooks im Test

09.05.2008
Autor(en): Thomas Rau.
17-Zoll-Notebooks lassen sich als echter Desktop-Ersatz verwenden - zum Arbeiten, Ansehen von Videos oder als Spielerechner. Der Test der CW-Schwesterpublikation "PC-WELT" zeigt, worauf Sie bei der Auswahl eines großen Laptops achten sollten.

Ein Notebook mit 17-Zoll-Display kann den Desktop-PC sehr gut ersetzen. Doch die Entscheidung für ein Laptop dieser Größe stellt den Interessenten vor die Qual der Wahl: Soll das Notebook als mobiles Heimkino dienen? Ist sein Einsatz als Spielemaschine geplant? Oder wollen Sie einfach nur einen tragbaren Rechner mit einem möglichst großen Bildschirm?

Für jeden dieser Einsatzzwecke muss der 17-Zöller andere Qualitäten bieten. Und daran orientiert sich natürlich auch sein Preis.

Am günstigsten kommen Sie weg, wenn Sie eine Arbeitsmaschine suchen: Dann brauchen Sie weder hohe Rechenleistung, überragende 3D-Power noch eine extrem fein aufgelöstes Display. Ein Doppelkern-Prozessor aus der Einsteigerklasse ? Intel Core Duo, Pentium Dual Core oder AMD Turion 64 X2 TL-56 -, ein Chipsatz mit integrierter Grafiklösung und eine Auflösung von 1440 x 900 Bildpunkten reichen völlig aus. Mehr als 600 und bis 800 Euro müssen Sie für ein Notebook mit diesen Eigenschaften nicht ausgeben.

Statt auf Rechenpower sollten Sie darauf achten, dass der Laptop eine ergonomische Tastatur besitzt. Alternativ sollte er über genügend nutzbare USB-Ports verfügen, um eine externe Tastatur und Maus sowie weitere Peripherie anzuschließen: Damit lässt sich bequemer arbeiten ? der Schreibtisch ist dann aber schon wieder gefüllt.

Für längere Arbeitssitzungen am Notebook sollte das Display über eine ausreichende Leuchtdichte verfügen: 130 bis 150 cd/m2 reichen für Innenräume vollkommen aus ? wenn das Display eine matte Oberfläche hat. Glare-Displays müssen deutlich heller sein, um ihren Spiegeleffekt abzumildern. Ein ordentlicher Kontrast und ein gleichmäßig ausgeleuchteter Bildschirm entlasten die Augen ebenfalls beim längeren Arbeiten am Notebook.

Bond in HD: Zum Abspielen von Blu-Ray-Filmen sollte das Notebook ein hochwertiges Display und rechenstarke Komponenten mitbringen
Bond in HD: Zum Abspielen von Blu-Ray-Filmen sollte das Notebook ein hochwertiges Display und rechenstarke Komponenten mitbringen

Völlig andere Anforderungen muss ein 17-Zoll-Notebook erfüllen, wenn Sie es als Heimkino und Multimedia-Center einsetzen wollen. Mit einem Blu-Ray-Laufwerk gibt es hochaufgelöste Filme wieder. Idealerweise besitzt es ein Display, das die Full-HD-Auflösung unterstützt. Eine hohe Leuchtdichte ? über 200 cd/m2 -, knackige Farbwiedergabe und ein hoher Kontrast erhöhen das Filmvergnügen. Wollen Sie das Notebook für einen Heimkinoabend im Wohnzimmer auch mal ans große LCD-TV hängen, sollte es über einen HDMI-Ausgang verfügen. Dazu passt ein Prozessor und eine Grafikkarte aus der Mittelklasse, denn das Abspielen von HD-Material ist rechenintensiv.

Die Preise für diese Multimedia-Laptops starten bei rund 1000 Euro. Je nach Display-Qualität und Ausstattung ? große Festplatten, integrierter TV-Tuner ? geht es dann bis über 2000 Euro hoch.

Auch Spieler lieben große Displays. Wenn Sie sich für einen 17-Zoll-Laptop als Spiele-Notebook interessieren, sollten Sie aber darauf achten, dass die Leistung der Grafikkarte zur Auflösung passt. Denn nur, wenn Sie am Notebook in der maximalen Displayauflösung spielen können, erreichen Sie die beste Bildqualität. Für ein 17-Zoll-Notebook mit 1440 x 900 oder 1680 x 1050 Bildpunkten sollte die Grafikkarte daher mindestens aus der oberen Mittelklasse stammen: ATI Mobility Radeon HD2700 und Nvidia Geforce 8600M GT sind geeignete Kandidaten. Ab rund 1000 Euro werden Sie hier fündig.

Das wird teuer: Wer DX10-Knaller wie Crysis auf dem Laptop zocken will, muss deutlich über 1000 Euro anlegen
Das wird teuer: Wer DX10-Knaller wie Crysis auf dem Laptop zocken will, muss deutlich über 1000 Euro anlegen

Bei einem Notebook mit höherer Auflösung oder wenn Sie mit DirectX10-Effekten spielen wollen, muss eine High-End-Karte im Laptop stecken: Hier greifen Sie am besten zur Nvidia Geforce 8800M GTX. Die Preise für diese Spiele-Boliden, die auch eine entsprechend starke CPU mitbringen sollten, starten bei rund 1800 Euro.



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