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270 Mitarbeiter entlassen

UIQ - Ein Smartphone-Betriebssystem stirbt

11.11.2008
Motorola und Sony Ericsson bringen in Zukunft keine Smartphones mehr mit der Bedienoberfläche UIQ heraus. Motorola stellt die Finanzierung der Firma UIQ Technology ein. Sony Ericsson wird das Unternehmen nur noch so lange unterstützen, bis es verkauft ist oder abgewickelt wird.

Nun ist es amtlich. Motorola und Sony Ericsson werden keine weiteren UIQ-Smartphones mehr veröffentlichen, berichtet der Experten-Blog All About Symbian. Alle 270 verbliebenen Mitarbeiter der Firma UIQ Technology, die für die Entwicklung der Bedienoberfläche für Symbian-Smartphones verantwortlich ist, hätten in der vergangenen Woche ihre Entlassungspapiere bekommen. Der Handy-Hersteller Motorola, dem die Hälfte des Unternehmens gehört, zieht sich so schnell wie möglich zurück, vermutlich wegen eigener finanzieller Schwierigkeiten. Sony Ericsson, dem die andere Hälfte des Unternehmens gehört, hat zugesagt, UIQ Technology auf monatlicher Basis weiter zu finanzieren.

Die Firma soll Zeit bekommen, neue Optionen für die Zukunft zu finden. Möglich wäre ein Verkauf des Unternehmens als Ganzes oder in Teilen. Sony Ericsson plant auch, die Angestellten bei ihrer Suche nach einem neuen Arbeitgeber zu unterstützen oder bei der Gründung eines eigenen Unternehmens zu helfen.

Schon seit der Symbian Smartphone Show, die am 21. und 22. Oktober in London stattfand, gab es Gerüchte über eine Schließung von UIQ Technology. Wie die Technik-Website gsmarena.com berichtet, soll der Sony-Ericsson-Mitarbeiter Patrick Olsen auf der Show gesagt haben: "UIQ zieht nicht das Interesse der Netzbetreiber, Hersteller oder Verbraucher an, das notwendig ist, um es vor einem Versagen zu bewahren".

Ein weiterer Grund, weshalb UIQ keine eigenständige Zukunft hat, ist die Gründung der Symbian Foundation. Im Juni 2008 kündigten Nokia, Sony Ericsson, Motorola und der japanische Netzbetreiber NTT Docomo an, eine einheitliche und offene Symbian-Plattform zu entwickeln. Nokia stellt der Foundation für diesen Zweck das Betriebssystem Symbian und seine Oberfläche S60 zur Verfügung, Motorola und Sony Ericsson steuern UIQ bei. Daraus soll eine Plattform mit einem einheitlichen Framework für Benutzeroberflächen entwickelt werden, die den Mitgliedern der Foundation lizenzfrei zur Verfügung steht.

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