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Mittelstands-IT

Die wichtigsten IT-TRENDS



Die Vorgaben in dieser Weise zu nutzen hält Frank Naujoks, Analyst bei den Marktforschern von IDC, für eine große Chance. "Ich bekomme die Gelegenheit, auf Knopfdruck zu wissen, wo das Unternehmen steht, wo mein Geld hingeht und wie viel mein Kundenstamm wert ist." Oft sei bereits die bestehende Finanzsoftware in der Lage, einen Teil dieser Auswertungen zu liefern. "Das Rechnungswesen ist meist in Ordnung", sagt Naujoks. "Aber es geht auch um Themen wie das Reporting. Ich brauche Werkzeuge, um meine Entscheidungen mit Informationen zu unterfüttern." Doch selbst für derartige Aufgaben hält sich seiner Ansicht nach der Investitionsbedarf in Grenzen. "Es kann gut sein, dass ich alle meine Anforderungen weiterhin in Excel abbilden kann. Oder ich schaue mir Auswertungswerkzeuge für meinen SQL Server an, den ich ohnehin im Haus habe. Es müssen nicht immer 500 000-Euro-Lösungen sein."

Nach wie vor arbeitet ein Großteil der KMU mit betriebswirtschaftlicher Standardsoftware aus der ersten Hälfte der 90er-Jahre, eine Reihe von Eigenentwicklungen steht am Ende ihres Lebenszyklus.

Dazu kommt, dass nur etwas mehr als die Hälfte der KMU in Deutschland überhaupt eine eigene IT-Abteilung hat, wie einer Befragung von 1200 Unternehmen in Deutschland, Japan und den Vereinigten Staaten durch den Sicherheitssoftwareanbieter Trend Micro ergab. Auch in 2006 werden also viele Firmen vor allem ihre grundsätzlichen Hausaufgaben in Sachen IT erledigen müssen, bevor es sinnvoll ist, weitere Projekte zu starten.

Vor diesem Hintergrund erwartet Detlef Pötzsch, Senior Manager im Mittelstandskompetenzzentrum der Unternehmensberatung BearingPoint in Leipzig, neben der wachsenden Nachfrage nach Storage- und Dokumenten-Management-Lösungen die weiter fortschreitende konsequente IT-Konsolidierung als einen Trend für das nächste Jahr.

"Server und Datenbanksysteme zu vereinheitlichen und Anwendungsportfolios zu reduzieren hilft, Kosten zu sparen und die Zahl der Schnittstellen zu reduzieren", sagt er. Pötzsch geht zudem von einem Ansteigen der gezielten Investitionen in Standardsoftware aus, die veraltete Anwendungen und Insellösungen ersetzt.



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