CW-Subnets     |     Executive Briefings     |     Blogs & Forum     |     CW-TV     |     Newsletter     |     RSS

Sie sind hier: >Home>Mittelstand

RSS-Feed
Mittelstands-IT

Schwere Management-Fehler

Deutsche Softwarehersteller verschleudern jährlich dreistelligen Millionenbetrag

Drucken |  Empfehlen |  PDF |  Merken | 
von Richard Knoll, freier Autor in München
Laut einer Studie der Munich Strategy Group (MSG) verlieren mittelständische Softwarehersteller durch Management-Fehler jedes Jahr hohe Erträge. Bei den von MSG analysierten Firmen, die für etwa zehn Prozent des gesamten deutschen Softwaremarktes stehen, sind dies über 135 Millionen Euro.

Die Munich Strategy Group (MSG) hat für die Studie insgesamt 70 mittelständische, deutschsprachige Softwarehersteller bezüglich Ihrer Leistungsfähigkeit und Ihrer strategischen Ausrichtung untersucht. Das überdurchschnittlich hohe Umsatzwachstum dieser Firmengruppe von 10,6 Prozent im Vergleich zur gesamten Softwarebranche bewerten die Marktforscher als positiv. Auch die durchschnittliche Ertragskraft (Ebit prozentual vom Umsatz) von 9,7 Prozent lasse den Verdacht auf Krisenstimmung noch nicht aufkommen.

Erst die hohe Bandbreite bei Umsatzwachstumsraten von minus 20,1 Prozent bis plus 37,2 Prozent und bei Ebit-Margen von minus 16,1 Prozent bis plus 34,2 Prozent lassen den Beginn einer aufziehenden Krisensituation erkennen. Betrachtet man die verschiedenen Segmente wie etwa technische Software, ERP-nahe Software, sonstige betriebswirtschaftliche Standardsoftware und Software zur Prozessoptimierung, sind laut Studie deutliche Unterschiede bei Wachstum und Ertragskraft zu beobachten. Anbieter technischer Software können den Ergebnissen zufolge durchschnittlich eine wesentlich höhere Ertragskraft aufweisen als beispielsweise Anbieter von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware. In jedem dieser Bereiche seien jedoch eindeutige Gewinner und Verlierer zu identifizieren.

Das Argument der Marktschwäche ist eine faule Ausrede

Der von den Münchner Strategieberatern verwandte MSG-Performance-Index zeigt, dass in jedem Segment deutliche Gewinner mit Ebit-Margen von 20 Prozent und mehr zu finden sind. Diese Unternehmen verfügen über wesentlich mehr Spielraum bei den anstehenden Herausforderungen und Investitionen. "Es lassen sich somit schon jetzt die potenziellen Gewinner der zunehmenden Konsolidierung ausmachen", erklärt MSG-Geschäftsführer Claus Wattendrup. "Die von uns betrachteten Unternehmen verschenken in der Summe über 135 Millionen Euro an Ertragskraft. Dies schwächt die Position der deutschen Softwarebranche weiter", so Wattendrup weiter.

Als Begründung für eine unbefriedigende Geschäftssituation wird laut Studie von vielen Managern die aktuelle Marktschwäche angeführt. Diese treffe aber alle Unternehmen eines Segmentes gleichermaßen und werde oftmals nur als Ausrede für Schwächen in der eigenen Organisation verwendet. "Es wird nun Zeit, dass das Management die erforderlichen strategischen Entscheidungen zur langfristigen Unternehmensentwicklung trifft - und diese konsequent umsetzt", fordert MSG-Berater Michael Westfahl. Nach Ansicht des Software-Experten ist die Bereitschaft von Management und Gesellschaftern, sich vorbehaltlos und konsequent mit der jeweiligen Unternehmenssituation auseinander zu setzen oftmals nicht ausreichend ausgeprägt. Die Goldgräberstimmung ist bei den meisten Unternehmen verflogen. In hoch innovativen und sehr stark wachsenden Märkten war es leichter, Geld zu verdienen. Nun aber wird die Qualität des Managements beim mittelständischen Softwarehersteller zum entscheidenden Erfolgsfaktor.

Die vollständigen Ergebnisse der Studie "Mittelständische Softwarehersteller: Nur Mittelmaß im Management?" lassen sich hier gegen eine Schutzgebühr von 75 Euro plus Mehrwertsteuer anfordern.


(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

MITTELSTAND: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Drucker sind in Drucker sind in Trotz E-Mail und Internet ist die Nachfrage nach Druckern ungebrochen.
weiter
Kommunikation der Zukunft Kommunikation der Zukunft Cisco, Alcatel, Avaya, IBM, Siemens, Microsoft - wer bietet welche Kommunikationslösung? Hier finden Sie eine Übersicht.
weiter
Immer Ärger mit der Briefpost Immer Ärger mit der Briefpost Briefe in den elektronischen Workflow einzuspeisen bleibt trotz technischer Lösungen eine Herausforderung.
weiter
Perfektes Web-Design Perfektes Web-Design Firmen-Websites sind mehr als nur Online-Visitenkarten. Lesen Sie, worauf beim optimalen Web-Design zu achten ist.
weiter
Mobility outsourcen? Mobility outsourcen? Für den Betrieb einer mobilen Installation fehlt internen IT-Abteilungen oft die Zeit und das Know-how. Ist Outsourcing eine Alternative?
weiter
Drucker sind in Kommunikation der Zukunft Immer Ärger mit der Briefpost Perfektes Web-Design Mobility outsourcen?
MEHR ZUM THEMA MITTELSTANDS-IT
  • Whitepaper
  • Top geklickt
Mittelstandsprogramm 2010
KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security
Server + Storage
Netzwerke + Wireless