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Mittelstands-IT
Innovations-Management

Mitarbeiter als Ideen-Pool

20.08.2008
Autor(en): Rudolf Dömötör, wissenschaftlicher Leiter des Innovationswettbewerbs TOP 100 und Nikolaus Franke, wissenschaftlicher Leiter des Innovationswettbewerbs TOP 100.
Die Fähigkeit von Unternehmen, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und zu vermarkten, ist von großer Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Wie aber kann Innovation gesteuert werden?

Das Management folgt heute einem anderen Grundverständnis als früher. Bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein orientierten sich betriebliche Praxis und wissenschaftliche Forschung an den Idealen der Optimierung, der Rationalisierung und der Effizienzsteigerung. Lange hatte der Geist des Taylorschen "Scientific Management" vorgeherrscht. In einer stabilen und wenig dynamischen Umwelt mag dies auch sinnvoll sein. In der heutigen Zeit jedoch reichen gute Qualität und niedrige Preise allein nicht aus, um im globalen Vergleich zu bestehen. Der Wettbewerb wird immer stärker zu einer Innovationskonkurrenz - er erfordert ein anderes Management-Verständnis. Die Zahl der Märkte, in denen Firmen ohne Innovation überleben können, wird vermutlich weiter abnehmen. Management-Guru Peter Drucker formuliert es so: "Business hat nur zwei Grundfunktionen: Marketing und Innovation. Beide bringen Resultate hervor. Alles andere sind Kosten."

Der Zwang, sich durch Innovation ständig neu zu erfinden, gilt auch für den Mittelstand. Dies zeigt die vom Institut für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien vorgenommene Analyse der TOP 100 des deutschen Mittelstandes. Diese besonders innovativen Unternehmen erzielen rund zwei Drittel des aktuellen Umsatzes und Gewinns mit Produkten und Services aus den vergangenen drei Jahren.

Die Innovationsforschung beschäftigt sich intensiv mit der Frage, welche Faktoren den Innovationserfolg eines Unternehmens positiv beeinflussen. Die Mehrzahl der einschlägigen Studien betont die Bedeutung personalwirtschaftlicher Maßnahmen. Kein Wunder, denn in erster Linie sind Menschen die Träger des Wissens, aus dem die Innovation hervorgehen kann. Darüber hinaus wurde gezeigt, dass sich das innovative Potenzial der Mitarbeiter vor allem in jenen Unternehmen besonders erfolgreich entfaltet, in denen ein dazu passendes Klima besteht, für das wiederum das Topmanagement zuständig ist. Und wenn das "Können" und die "Förderung des Wollens" dann auch noch in professionelle Strukturen eingebettet sind, steht Innovationserfolgen eigentlich nichts mehr im Wege. Genau nach diesen Kriterien werden TOP-100-Kandidaten analysiert.


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