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Mittelstands-IT
Im Sinne von Green IT

Bitkom bringt Leitfaden zum Stromsparen in Rechenzentren

05.08.2008 um 17:00 Uhr
Autor(en): Diego Wyllie.
Moderne Techniken können den Energiebedarf eines Rechenzentrums deutlich senken. Darauf weisen der Hightech-Verband Bitkom und das Bundesumweltministerium (BMU) in ihrem gemeinsamen Leitfaden „Energieeffizienz im Rechenzentrum“ hin.

Nach einer Studie des Borderstep-Instituts im Auftrag des BMU hat sich der Energiebedarf von Rechenzentren in Deutschland zwischen 2000 und 2006 auf rund 8,7 Milliarden Kilowattstunden mehr als verdoppelt. Dies entspreche der Jahresstromproduktion von drei mittelgroßen Kohlekraftwerken. Die Stromkosten haben sich im gleichen Zeitraum aufgrund der gestiegenen Energiepreise auf 867 Millionen Euro mehr als verdreifacht, so die BMU-Untersuchung. Falls keine Anstrengungen zur Energieeffizienz in diesem Bereich unternommen werden, prognostiziert die Borderstep-Studie einen Anstieg des Stromverbrauchs von Rechenzentren auf knapp 13 Milliarden Kilowatt im Jahr 2010.

Wie der Bitkom erklärt, verbraucht die eigentliche IT im Schnitt nur die Hälfte des Energieverbrauchs eines Rechenzentrums. Die andere Hälfte verbraucht die Infrastruktur wie Klimatisierung und unterbrechungsfreie Stromversorgung. Bei richtigem Ansatz amortisieren sich die Kosten für die Einrichtung eines modernen, grünen IT-Betriebs innerhalb von zwei Jahren allein durch Energieeinsparungen, so der Branchenverband. „Für Betreiber und Hersteller ist Energiemanagement in Rechenzentren heute ökonomische, technische und ökologische Pflicht“, sagt Martin Jetter, Präsidiumsmitglied des Hightech-Verbands. „Die Modernisierung der Architektur und der eingesetzten Technologien verbessert nicht nur das Rechenzentrum selbst, sondern auch die von dort gesteuerten Unternehmensabläufe.“

Der neue kostenlose Leitfaden „Energieeffizienz im Rechenzentrum“ bietet laut Bitkom praktische Hinweise zu Planung, Aufbau und Betrieb moderner Rechenzentren im Sinne von Green IT. Darin gehen die Autoren unter anderem auf folgende Fragen ein: Wie können Kühlung und Stromversorgung optimiert werden? Welche aktuellen Technologien stehen zur Verfügung? Wie werden Energie und Temperatur richtig gemessen? oder Wie sollte ein Rechenzentrum angelegt werden, um so genannte Hot Spots zu vermeiden?


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