Investitionen in Internet-Technologien entscheiden heute maßgeblich über die Wettbewerbsvorteile der Gegenwart und Zukunft. Denn das World Wide Web (WWW) ist schon lange nicht nur ein fester Bestandteil vieler unternehmensinterner Abläufe und Schnittstellen zwischen Unternehmen und Kunden, es nimmt vor allem im B-to-B-Bereich immer stärker an Bedeutung zu und wird somit zusehends integraler Bestandteil der kompletten Wertschöpfungskette der Wirtschaft. Aus diesem Grund wird es für Unternehmen jeder Größe immer wichtiger, zeitgemäß und wirkungsvoll im Internet präsent zu sein.
Die überwiegende Mehrheit der deutschen Unternehmen hat das enorme Potential von Web-Technologien bereits erkannt. So belegt eine aktuelle Studie des Branchenverbands Bitkom, dass derzeit vier von fünf hiesige Unternehmen eine eigene Firmenwebsite betreiben. Gegenüber dem Jahr 2006 entspricht dies laut Bitkom einem Plus von fünf Prozent. Im europäischen Vergleich steht Deutschland damit nun an fünfter Stelle, aber noch vor Frankreich und Großbritannien. Nur noch in den Niederlanden und in den ohnehin Internet-begeisterten skandinavischen Ländern (Schweden, Dänemark und Finnland) ist die Zahl der im Netz präsenten Unternehmen höher als hierzulande.
Eine Firmenwebsite zu betreiben ist immer mit mehr oder weniger erheblichen Kosten verbunden und rechnet sich nur dann, wenn sowohl bestehende als auch potentielle Kunden darin einen Nutzen für sich entdecken; und dies zwar so schnell und einfach wie möglich. Beim Betrachten von Websites vor allem kleiner und mittelständischer Unternehmen bekommt man aber oft den Eindruck, dass sie ihre Web-Angebote eher für sich als für den Kunden erstellen. So nutzen viele KMU das Internet als ein Medium für eine reine Selbstdarstellung, die an den tatsächlichen Bedürfnissen und Interessen ihrer Kunden vorbei geht. Dies führt dazu, dass der Besucher sich von der Website nicht angesprochen fühlt und die Suche dadurch erschwert wird. Eine Webpage, die in ihrem Inhalt und Aufbau nicht optimal an der Zielgruppe ausgerichtet ist, wird schnell als benutzerunfreundlich empfunden.
In der Praxis scheint es um den Begriff der Benutzerfreundlichkeit jedoch oft Missverständnisse zu geben; und dies obwohl Web Usability als zentraler Erfolgsfaktor für eine Firmen-Website gilt. Dieser Begriff bezeichnet im Allgemeinen die vom User erlebte Nutzungsqualität bei der Interaktion mit einer Website und umfasst verschiedene Aspekte, welche die Anpassung von Web-Inhalten an die menschliche Aufnahmefähigkeit betreffen. Dazu gehören in erster Linie verschiedene Konzepte aus den Bereichen Navigation, Gestaltung, Aufmerksamkeit und Wahrnehmung. Um Erfolg im Web zu haben gilt es, diese Aspekte bei der Konzeption und Entwicklung der Internet-Präsenz so in Einklang zu bringen, dass die Website für den Nutzer möglichst einfach und intuitiv zu nutzen ist.
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