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Mittelstands-IT
Umstrukturierung

IBM 2.0 startet in Deutschland

01.07.2008 um 17:00 Uhr
Autor(en): Martin Bayer, COMPUTERWOCHE-Redakteur.
Der Umbau als "One IBM" ist allen Befürchtungen zum Trotz glimpflich über die Bühne gegangen. Für Unruhe sorgen jedoch Gerüchte über die Zukunft von Deutschland-Geschäftsführer Martin Jetter.

Seit dem 1. Juli tritt IBM in Deutschland mit einer neuen Unternehmensstruktur an. Deutschland-Geschäftsführer Martin Jetter hatte den Umbau Ende Januar dieses Jahres unter dem Motto "One IBM" angekündigt und klare Ziele gesetzt. Fragmentierte und sich überlappende Strukturen, die in den vergangenen Jahren unter anderem durch die zahlreichen Übernahmen entstanden waren, sollten entflochten und neu gebündelt werden. Als Ziel wurden mehr Effizienz und Kundennähe ausgegeben. IBM wird nur noch mit einer Marke in Deutschland auftreten, lautete die Vorgabe. Nur mit einer klaren Ausrichtung auf Kernkompetenzen sei der Konzern in der Lage, auf die sich ständig ändernden Anforderungen der Märkte zu reagieren, begründete Jetter den Umbau.

Erreichen will der IT-Anbieter die hochgesteckten Ziele mit einer komplett umgekrempelten Konzernstruktur. Demnach stellt sich IBM in Deutschland nach folgenden vier Kernkompetenzen auf:

1. IBM Deutschland Research & Development GmbH: Hier werden die Forschungs- und Entwicklungsressourcen der zusammengefasst.

2. IBM Deutschland GmbH: In dieser Gesellschaft bündelt Big Blue die Sales & Consulting Kompetenzen. Sie umfasst künftig das Beratungsgeschäft sowie den Vertrieb aller Produkte und Dienstleistungen von IBM.

3. Solutions & Services: Dieser Bereich liefert die IBM-Produkte und -Services und kümmert sich bei Bedarf auch um die Einführung. Dabei handelt es sich größtenteils um neue beziehungsweise umfirmierte Gesellschaften aus der heutigen Dienstleistungssparte Global Technology Services (GTS) und der Beratungssparte Global Business Services (GBS).

4. IBM Management & Business Support GmbH: Diese Gesellschaft übernimmt alle Management- und Verwaltungsfunktionen.

An dieser Vier-Säulen-Strategie sollen sich die 19 künftigen IBM-Gesellschaften in Deutschland orientieren. Jetter bezeichnet die neuen IBM-Einheiten auch als "Centers of Excellence". Ziel sei es, den Fokus der einzelnen IBM-Gesellschaften hierzulande zu schärfen. Aufgaben müssten dort erledigt werden, wo sie sich am wirtschaftlichsten abwickeln ließen beziehungsweise, wo das dafür notwendige Know-how vorhanden sei, sagte Jetter im Vorfeld des Umbaus. Die einzelnen Bereiche in Deutschland müssten sich deshalb neu positionieren. Als Hochlohnland könne man nicht mit Kostenstrukturen wie beispielsweise in Indien konkurrieren.



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