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Linux Solutions Group bringt zwei Veröffentlichungen zu Linux-Desktops

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Zum Linuxtag hat die LiSoG eine Marktübersicht über Management-Lösungen für Linux-Clients und eine Formulierungshilfe für Hardware-Ausschreibungen vorgelegt.

Die Linux Solutions Group (LiSoG), ein Verein von IT-Anbietern und Anwender mit Interesse an Open Source, hat unter dem Titel "Desktop Management von Linux-Clients" eine 48-seitige Studie herausgegeben. Sie umreißt zunächst die Anforderungen im Rahmen dieser Administrationsaufgabe, die erhebliche Aufwendungen seitens der IT-Verantwortlichen in Verwaltungen und Unternehmen verursacht. Die Anforderungen umfassen die Bereiche Administration, Rollenverwaltung, Ressourcen-Management, Rechte- und Benutzerverwaltung, Verzeichnisdienst, Skalierbarkeit, zentrale Gruppen- und Computerverwaltung sowie die Desktop-Grundinstallation. Der letzte Punkt ist noch einmal ausführlich unter verschiedenen Aspekten differenziert.

Anschließend bietet die Studie im Rahmen einer Marktübersicht einen Überblick über acht Lösungen von Asdis, BMC, Gonicus, Novell, NWC, Red Hat, Univention und Xandros. Deren Produkte werden detailliert vorgestellt und mit den zuvor umrissenen Anforderungen verglichen. Erstellt haben diese Reviews die LiSoG-Mitglieder Rainer Bessert von Fujitsu-Siemens Computers und Thomas Winkelbauer vom Open-Source-Kompetenzzentrum im Bayrischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung. "Der Szenario-Bericht 'Desktop-Management von Linux-Clients' soll Anwendern, die an einem Linux-Einsatz interessiert sind, einen Überblick über die zahlreichen und unterschiedlichen Lösungen sowie eine Hilfestellung bei der Auswahl der geeigneten Lösung bieten", erklärt Winkelbauer. Interessierte können ihn von der LiSoG-Website kostenlos downloaden.

Stärker auf IT-Anforderungen in der öffentlichen Verwaltung konzentriert ist eine "Whitelist" für Hardware-Ausschreibungen von Behörden. Die LiSoG beklagt fehlende herstellerneutrale Benchmarks und Prüfverfahren für Linux und Open-Source-Software, was sich in Unsicherheiten bei der Ausschreibung für Hardwarebeschaffungen niederschlägt. Dies behindert die geforderte Diskriminierungsfreiheit bei öffentlichen Ausschreibungen. Auf diesem Hintergrund ist das LiSoG-Projekt "Open Competitive Bidding" entstanden, in dem verschiedene Kommunen und IT-Anbieter die jetzt vorgelegte Whitelist erarbeitet haben. "Durch die Whitelist konnten wir bereits Linux bei unseren Hardware-Ausschreibungen berücksichtigen", berichtet Rüdiger Czieschla, IT-Leiter der Stadt Freiburg. Ähnliches ist bereits bei IT-Investitionen der Stadt Mannheim geschehen. Auch die Whitelist steht auf der LiSoG-Website zum kostenlosen Download bereit.

Aus den Erfahrungen mit der Problematik der Hardware-Ausschreibungen ist ein neues LiSoG-Projekt entstanden: Es will den Aufbau eines Konsortiums vorantreiben, das eine "Linux-Benchmark-Suite für Desktop-Systeme", so der Projektname, finanzieren, erstellen und pflegen soll. Ferner ist die LiSoG eine Kooperation mit /ch/open/ eingegangen. Dies ist ein Schweizer Verein zur Förderung der Verwendung von freien und offenen Systemen und Standards. Die LiSoG, in der schon einzelne Personen und Institutionen aus Österreich und der Schweiz Mitglied sind, strebt eine engere Zusammenarbeit mit Organisation aus dem deutschsprachigen Raum an. (ls)


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