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IT-Strategie
IT-Management

Sieben Aufgaben, die die IT oft schuldig bleibt



5. Konservieren Sie altes Wissen (bevor es verschwindet)

Im Normalfall haben Sie zumindest einige Ihrer wichtigsten Business-Anwendungen in einer antiquierten Computersprache verfasst, auf einer beinahe museumsreifen Maschine gespeichert und im Kopf eines in die Jahre gekommenen Programmieres vergraben. Dieses Wissen müssen Sie unbedingt ausbuddeln und in das Zeitalter der Service-Orientierung überführen. Es sei denn, Sie hätten ständig ein Heer von Altersteilzeit leistenden Cobol-Programmierern zur Hand.

Robert Rosen, CIO einer US-Bundesbehörde, weiß, wovon er spricht: "Das größte Versäumnis der IT ist ihre Missachtung für das Unternehmenswissen, das vom Personal mit in die Rente genommen wird." Dieses nicht konservierte Know-how mache sich regelmäßig dann bemerkbar, wenn etwas schief gehe und es dann im Chor heiße: "Joe hätte gewusst, was jetzt zu tun ist."

Das Unternehmenswissen muss bleiben, wenn die Mitarbeiter gehen.
Das Unternehmenswissen muss bleiben, wenn die Mitarbeiter gehen.

Aber es geht nicht nur darum, den Inhalt der grauen Kopfe zu bewahren. Vielmehr sollten die Alltagstätigkeiten jedes einzelnen Mitarbeiters dokumentiert werden, mahnt Venkat Devray, Mitbegründer des RZ-Automatisierungs-Spezialisten Stratavia. Nur so ließen sich die Geschäftsprozesse jederzeit am Laufen halten, auch wenn ein Mitarbeiter Urlaub mache oder krank sei, wenn er befördert werde oder das Unternehmen verlasse: "Andernfalls fehlt das jeweilige geistige Eigentum, und der Job kann nicht in derselben Qualität und Zuverlässigkeit erledigt werden."

Gleichzeitig empfiehlt es sich, die Abhängigkeit von altem Code zu verringern. Dazu noch einmal der Nexaweb-COO McFarlane: "Die meisen CIOs würden es nicht zugeben. Aber viele von ihnen haben nicht nur keine Ahnung, wie die alten Cobol-, Powerbuilder- und Oracle-Forms-Anwendungen arbeiten, sie wissen nicht einmal, ob sie überhaupt arbeiten." Diese CIOs wüssten nur, dass sie 30 Millionen Zeilen Cobol-Code haben, aber keine Cobol-Programmier, kein institutionalisiertes Know-how und keine Dokumentation. (Hierzu siehe auch: "Die sieben ungeliebtesten IT-Jobs").


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