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Itil V3

ISO 20000 ist schon die halbe Itil-V3-Miete

02.06.2008
Autor(en): Klaus Dettmer, Produkt-Manager bei iET Solutions und Gerry Wallner, Geschäftsführer Business Service Management Consulting bei Beck et al. Services.
Wer sich mit der Itil-verwandten ISO/IEC-Norm beschäftigt, hat die Voraussetzungen für V3 zum Großteil bereits erfüllt.

Never change a running system. Gemäß dieser Devise schrecken viele Unternehmen, die ihre IT bereits an Itil (IT Infrastucture Library) ausgerichtet haben, vor der Auseinandersetzung mit der aktuellen Version 3 zurück (siehe auch den CW-TV-Beitrag "Unter Ballast-Verdacht"). Welchen Nutzen die neue Version hat, wird jedoch deutlicher, wenn sich das Unternehmen zusätzlich mit ISO 20000 beschäftigt. Dieser international anerkannte Standard wurde geschaffen, um einen objektiven Nachweis für die Implementierung eines IT-Service-Managements erbringen zu können. Er erleichtert die Ausrichtung an Itil V3 und macht zugleich deutlich, für welche Unternehmen sie überhaupt sinnvoll ist.

Als Richtlinie für strukturiertes und systematisches IT-Service-Management stand Itil in den vergangenen Jahren bei vielen Unternehmen ganz oben auf der To-do-Liste. Das bestätigt auch eine Studie, die das ITSM Institute 2007 in Zusammenarbeit mit Serview und iET Solutions erarbeitet hat. Demnach würden 99 Prozent der Unternehmen, die ihre IT an Itil (V1 oder V2) ausgerichtet haben, den Quasi-Standard jederzeit wieder zur Grundlage für ihre IT-Prozesse machen.

Der V3-Nutzen ist vielen nicht transparent

Hingegen betrachten viele Unternehmen die jüngste Itil-Version (V3) zurückhaltend. Der Nutzen der Änderungen ist für viele nicht transparent. Im Wesentlichen liegen die Neuerungen in der Ausrichtung am Service-Lifecycle sowie in einer höheren Gewichtung der kontinuierlichen Prozessoptimierung.

Hier lesen Sie

  • welche Beziehung zwischen Itil V 3 und der ISO-Norm 20000 besteht;

  • was die Norm von der Best-Practices-Sammlung unterscheidet;

  • warum sich Unternehmen mit ISO 20000 beschäftigen sollten;

  • für welche Unternehmen das notwendig beziehungsweise sinnvoll ist.


Zudem zielt Itil V3 auf eine bessere Integration in Standards wie ISO/IEC 20000, Six Sigma (siehe auch: "Wie Qimonda mit Six Sigma die IT industrialisiert"), CMMI (siehe auch: "Integration von CMMI und Itil") sowie Cobit. Wer sich mit Itil V3 beschäftigt, kommt inhaltlich also auch mit ISO 20000 in Berührung. Umgekehrt ist die Itil-V3-Implementierung eine gute Ausgangslage für eine ISO-20000-Zertifizierung.

Die Integration in ISO 20000 macht Itil nicht nur für IT-Abteilungen, sondern auch für Marketing und Vertrieb interessant: IT-Dienstleister haben die ISO-20000-Zertifizierung bereits als wichtiges Instrument zur Kundenbindung und -gewinnung erkannt, denn sie gilt als Nachweis für die Implementierung von IT-Service-Management-Prozessen, während eine Zertifizierung nach Itil V3 für Unternehmen nicht möglich ist (siehe auch "Der Flughafen München hat seine Servicequalität normiert").


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