Aus BAH-Sicht gibt es eine starke Korrelation zwischen dem Selbstverständnis des CIO und der Gesundheit der IT-Organisation. Dort, wo sich der CIO als "IT-Entrepreneur" begreife, seien besonders häufig gesunde Organisationen anzutreffen. Umgekehrt würden IT-Abteilungen, in denen der CIO ? zumindest nach eigenem Verständnis ? die Funktion des Grundversorgers erfülle, "überwiegend" als ungesund angesehen. Sie entsprächen "bemerkenswert oft" dem passiv-aggressiven oder unkoordinierten Organisationsschema (zum Thema siehe auch: "Die IT braucht ein neues Profil") Die Gründe für die organisatorischen Mängel der "IT-Utilites" haben die Martkforscher aus den Antworten auf einige Schlüsselfragen der DNA-Studie abgeleitet.
Die Kultur der "IT-Utilities" lässt sich häufig mit "kommandieren und kontrollieren" beschreiben. Zudem erstarren diese Organisationen in ihren Hierarchien, denn den Mitarbeitern bieten sich kaum Aufstiegsmöglichkeiten.
Entscheidungen werden relativ langsam umgesetzt. Die IT-Manager sind selten bereit, selbst mit anzupacken. Zudem ist die Entscheidungsfindung wenig transparent und wird folglich oft im Nachhinein wieder in Frage gestellt.
Die IT-Manager berichten seltener an einen Vorgesetzten auf der Topmanagement-Ebene als in anderen Organisationen. Darunter leidet ihre Stellung im Unternehmen.
Veränderungen lassen sich schwerer bewältigen und Geschäftsziele weniger leicht erfüllen, weil IT- und Business-Strategie relativ schlecht aufeinander abgestimmt sind.
Die Kommunikation ist gestört, Informationen fließen nicht ungehindert. Folglich verstehen die Mitarbeiter nicht immer die Bedeutung ihrer täglichen Entscheidungen. Zudem mangelt es der IT an benötigten Kennzahlen.
Zielorientiertes Arbeiten hat wenig Einfluss auf die Karriere und die Vergütung. Dadurch fehlen Anreize für die Mitarbeiter.