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IT-Services

SIS: Zurück in der Erfolgsspur?



Umstrukturierung abgeschlossen?

Mit der Veräußerung von der hardwarenahen Services und der Gründung von SIS scheint die Umstrukturierung abgeschlossen. "Wir sind in der jetzigen Form sehr gut aufgestellt", lässt das Unternehmen wissen. Insbesondere die vor gut einem Jahr noch vom Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld angestoßene engere Anbindung an die Siemens-Geschäftsbereiche zeigt Erfolge. Der damalige CEO hatte alle Fachbereich dazu verpflichtet, IT-Services von SIS (beziehungsweise SBS) zu beziehen. Damit hat er den IT-Dienstleister als zentrales IT-Shared-Service-Center im Konzern installiert. Diese Kleinfeld-Strategie ist Gerüchten aus dem Unternehmensumfeld zufolge nicht unumstritten, da die Geschäftsbereiche eigene Gewinn- und Verlustverantwortung haben und daher auch eine eigene IT-Sourcing-Strategie verfolgen möchten. Derzeit ist jedoch nicht absehbar, ob der seit Juli amtierende CEO Peter Löscher etwas an der aktuellen Konstellation ändern wird. "Wir sind gespannt, in welche Richtung Löscher SIS führen wird", rätselte etwa Cornelia Wels-Maug vom Marktforschungsunternehmen Ovum.

Thomas Reuner, IDC:
Thomas Reuner, IDC: "Ob SIS einen tragfähigen Turnaround geschafft hat, wird sich erst noch zeigen müssen."

SIS zumindest tut die enge Bindung an Siemens gut. Im Rahmen des Programms "Siemens One" wurden auch die Vertriebsaktivitäten von SIS und den Geschäftsbereichen (etwa Medical Solutions, Automation and Drives, Power Generation) zusammengeführt. "Man versucht, Synergien im Vertriebsprozess zu heben", schildert Thomas Reuner, Analyst beim Marktforschungshaus IDC. Die Hoffnung des Konzerns ist, dass Kunden etwa aus dem Bereich Automatisierungstechnik einen Bedarf an IT-Services haben, den SIS abdecken kann. "Die Leistungen der SIS sind in diesem Vertriebsmodell Bestandteil einer umfangreichen Lösung für Siemens-Kunden", ergänzt Cavar. "Der Konzern versucht bei Bestandskunden Cross-Selling in andere Unternehmensbereiche zu betreiben. Davon profitiert die SIS." Der Plan ist bis dato insofern aufgegangen, als die IT-Tochter aufgrund dieser veränderten Strategie neue Mitarbeiter aus Siemens-Bereichen sowie externen Häusern mit einem enormen Branchenwissen gewinnen konnte. Das ist auch deshalb wichtig, weil mit der engen Bindung an Siemens-Bereiche und ?Kunden eine Konzentration auf die vier Kernbranchen öffentliche Hand, Gesundheitswesen, Telekommunikation und Medien sowie Fertigung einhergeht. Das erfolgreiche Anheuern von gefragten Branchenspezialisten ist zudem Beleg dafür, dass die Mitarbeiter wieder Vertrauen in die Zukunft der Siemens-Tochter haben.



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