Bevor das Outsourcing-Abkommen zum Jahresende in Kraft tritt, sind die Lorenz-Systeme noch von den Bahlsen-Systemen zu trennen. Bezogen auf SAP ERP ist das die Aufgabe der Firma Thebis GmbH aus Thale im Harz, die dafür ihre "Conversion Workbench" (SLO-Verfahren) nutzt. Vollzogen ist die Trennung bereits für Lotus Notes sowie das CRM-System CPWerx . SAP APO und die ebenfalls von SAP stammende HR-Applikation waren bereits Lorenz-eigene Systeme.
Die Übergabe vom einen zum anderen Dienstleister ist laut Weißenbeger alles andere als einfach zu bewerkstelligen ? "zumindest dann, wenn man die Application Maintenance als eines der Leistungspakete hat". Denn dann müsse spezifisches Know-how aufgebaut werden, was gut und gern mehrere Monate in Anspruch nehmen könne.
Angela Weißenberger fasst ihre Erfahrungen zusammen:
Zehn Jahre Laufzeit sind für einen IT-Outsourcing-Vertrag zu lang.
Dem dynamischen IT-Markt muss mit Flexibilität begegnet werden.
Die Synergien entstehen nicht automatisch, sondern erfordern beispielsweise eine detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse.
Die Ausschreibung setzt fundiertes Know-how über Systeme, Prozessabbildung und Business-Anforderungen voraus.
Besonders die Applikationsseite ist wegen ihrer Spezifika sehr schwierig auszulagern.
Nearshoring kann sich als uninteressant herausstellen ? abhängig von verschiedensten Faktoren und durchaus wegen der Kosten.
Der Provider muss mit ausreichenden internen Ressourcen vorbereitet und gesteuert werden.
Unverzichtbar sind mess- und sichtbare Service-Levels mit einer Optimierung nach Kosten und Business-Anforderungen.