Vielleicht ist Softlab im BMW-Konzern aber auch einfach nur zu klein, um wahrgenommen zu werden. Zum Vergleich: Der Gewinn nach Steuern der BMW-Group in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres belief sich mit 587 Millionen Euro auf mehr als das Doppelte des Umsatzes, den die Softlab Group im Verlauf des gesamten letzten Jahres erzielte (266 Millionen Euro). Softlab hat im BMW-Zahlenwerk insofern nur ein geringes Gewicht, und steht wie viele andere IT-Töchter daher nicht im Kernfokus der Konzernentscheider. "Dies kann sich schnell ändern, wenn der Konzern unter Druck kommt oder sich die IT-Tochter wirtschaftlich schlecht entwickelt", vermutet Kreutter. Die Beispiele KarstadtQuelle, Volkswagen und Thyssenkrupp haben das in der Vergangenheit gezeigt. Sie haben ihre IT-Töchter in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verkauft. (jha)