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Gibt es einen europäischen Markt für HR-Outsourcing?

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Der Nahrungsmittelhersteller Unilever hat die Auslagerung dagegen bereits hinter sich. Das Unternehmen übergab die Personalabteilung an Accenture. Man habe sich schwer getan, einen passenden Anbieter zu finden, räumte jedoch Unilever-Manager Reg Bull ein, der das Übergangsprojekt leitete. Es gebe nur wenige Dienstleister, die die Services weltweit erbringen können.

Mit dieser Einlassung löste Bull auf der Konferenz eine weitere Debatte aus. Nur wenige Anbieter konnten bislang anhand von Projekten untermauern, dass sie - wie von ihnen selbst behauptet - HR-Services international betreiben können. "Das ist ein Markt, in dem Fähigkeiten, Erfahrung und die Bereitschaft, sich auf europäische Vielfalt einzustellen, wettbewerbsentscheidend sind", behauptete Christian Marchetti, Geschäftsführer bei Accenture HR Services. Marc Bruzzo, Vice President beim Payrall-Dienstleister ADP, richtete warnende Worte an die Teilnehmer: "Fragen Sie Ihren Anbieter nicht nach etwas Neuem, Einzigartigem - es hat keinen Wert. Hunderte von Firmen suchen nach ähnlichen Lösungen wie Sie. Fragen Sie nicht danach, welche Dienste Sie für Ihren Betrieb benötigen, sondern welche Services die Dienstleister Ihnen liefern können." Indem die Kunden ihre Prozesse an die der Outsourcing-Provider anglichen, könnten sie erhebliche Skaleneffekte erzielen. Dennoch räumten Anbieter wie Hewitt, ACS und Convergys ein, die Komplexität in großen Outsourcing-Deals unterschätzt zu haben.

Neben der klassischen Auslagerung von Prozessen der Personalabteilungen machte ein zweites Thema von sich reden. Recruitment Process Outsourcing (RPO) ist der jüngste Trend aus den USA. Angebote, im Kundenauftrag den gesamten Einstellungsprozess abzuwickeln, unterbreiten derzeit vornehmlich Headhunter und Personalvermittlungsfirmen. Die Konferenzteilnehmer zeigten sich allerdings reserviert. Auch in den USA beschränken sich derartige Projekte noch zumeist darauf, einfache Dienste im Umfeld der Einstellung an externe Dienstleister zu übertragen. Beispiele für eine komplette Übernahme dieser Funktionen gibt es kaum. In den USA scheint sich RPO trotzdem nach und nach durchzusetzen, in Europa ist das noch unklar. (jha)


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